Vegan Breakfast Bowl mit Amaranth-Joghurt

Juli 20, 2016 - 9:15 am No Comments

Vegan-Breakfast-Bowl-Blog

Eine Schüssel voller Energie. Diese vegane Breakfast Bowl liefert euch alles was ihr für einen guten Start in den Morgen benötigt: Gesunde Kohlenhydrate, pflanzliches Eiweiß und wichtige ungesättigte Fettsäuren. So bleiben euch Heißhungerattacken im Laufe des Tages erspart.

Übrigens zählen Omega-3-Fettsäuren zu den kritischen Nährstoffen bei Veganer*innen, da sie vor allem in Fisch enthalten sind. Zum Glück gibt es aber auch wunderbare pflanzliche Quellen für Omega-3-Fettsäuren wie zum Beispiel Walnüsse, Leinsamen und Hanfsamen. Damit könnt ihr dann eure veganen Breakfast Bowls verfeinern um euren täglichen Bedarf zu decken. Besonders zu empfehlen ist dabei Leinöl, von dem ihr zum Beispiel einen Esslöffel in euren Smoothie geben könnt.

Warum Omega-3-Fettsäuren so wichtig sind? Sie wirken entzündungshemmend, wirken hohem Blutdruck entgegen, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und die Konzentrationen der verschiedenen Blutfette. Außerdem kann die Zufuhr dieser Fettsäure gegen trockene Haut helfen, quasi Schönheit von Innen 😉

Zutaten

500 g Sojajoghurt Vanille
30 g gepopptes Amaranth (im Müsliregal)
1 Apfel
1 Handvoll Himbeeren
1 Handvoll Walnüsse

Zubereitung

  1. Vermenge den Sojajoghurt mit dem Amaranth und lass ihn etwa 1 Stunde im Kühlschrank stehen damit der Amaranth aufquellen kann.
  2. Schneide den Apfel in kleine Stückchen
  3. Garniere nun den Joghurt mit den Apfelstückchen, den Himbeeren und den Walnüssen.

Die neue Herbstkollektion von Esprit – vegan und tierleidfrei

Juli 18, 2016 - 10:13 am No Comments

Vegane Lederschuhe

Der Sommer in Deutschland hat dieses Jahr ganz schön lang auf sich warten lassen. Nun soll er diese Woche mit einer Hitzewelle endlich eintreffen. In der Zwischenzeit habe ich aber schon mal die vegane Herbstkollektion von Esprit abgecheckt. Der Fokus liegt dieses Jahr ganz klar auf Kunstleder.

Die sportlichen Sneaker und Booties kommen in schlichten Farben und dezenten Details daher und zeigen einmal mehr: Veganes Leder ist in! Und das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch unglaublich wichtig, denn die (tierische) Lederproduktion geht mit einer schweren Umweltverschmutzung und Tierleid einher. Übrigens: Wer Tierleder trägt riskiert sich mit der Haut von Hunden und Katzen zu schmücken. Allein in China werden jedes Jahr geschätzte 2 Millionen Hunde und Katzen ihres Felles und ihrer Haut wegen getötet, die dann später illegal auf dem europäischen Markt landen (Quelle: Peta).

Die Kennzeichnung von Fell- und Lederwaren ist in Deutschland keine Pflicht. Ein Grund mehr die „PETA-Approved Vegan“ Schuh-Kollektion von Esprit zu kaufen, die aus umweltfreundlichem Kunstleder und hochqualitativem Canvas hergestellt wird.

Interview mit Free your Food Autorin Larissa Häsler – plus Gewinnspiel

Juni 30, 2016 - 9:00 am No Comments
Free your Food Autorin Larissa Häsler

Larissa von Free Your Food (rechts) und ich beim Treffen im Schlosspark Fulda, Foto: Esther Dörrie

 

Meine Freundin und Kommilitonin Larissa hat diesen Monat ihr erstes Kochbuch herausgebracht. Sie hat sich dabei dem Clean Eating Trend gewidmet und stellt in ihrem Buch über 80 vegane Rezepte vor, die komplett soja- und überwiegend glutenfrei sind. Außerdem kommen alle Gerichte ohne Haushaltszucker und verarbeitete Zutaten aus und – das ist das wichtigste – sie sind unglaublich lecker!

Wir haben uns im Schlosspark in Fulda getroffen und uns ein bisschen über ihr Buch, dem Clean Eating Prinzip und Inspirationen beim Kochen unterhalten.

Mit „Free your Food“ hast du dein erstes Kochbuch herausgebracht. Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

Nie zuvor gab es so viele Fertigprodukte wie heute und auch für Veganer werden mehr und mehr Ersatzprodukte entwickelt. Da in meinen Augen eine vegane Ernährung einen Schritt in Richtung eines gesünderen Lebensstils darstellt, passen stark verarbeitete Produkte hier nicht rein, die meisten veganen Kochbücher sind jedoch voll mit diesen Produkten. „Free your Food“ kommt ohne stark verarbeitete Zutaten aus. Der Titel drückt also aus, dass meine Rezepte frei von unnötigen Zutaten und zudem gänzlich ohne Soja sind.

Warum meidest du Soja als Zutat?

Ich vermeide Soja, weil ich es nicht mehr wirklich vertrage.

Gesundheit und Genuss – für dich keine Gegensätze, oder?

Nein, absolut nicht! Es gibt eine so unglaublich große Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln, mit der sich wirklich geniale Sachen zaubern lassen. Die Basis der Gerichte bilden frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse. Gesünder geht‘s wohl kaum und langweilig wird es bei der Auswahl sicher auch nicht.

Welche Rezepte erwarten die Leser deines Buches?

Morgenmuffel-Müsli, Piña-Colada-Smoothie, Flammkuchen und Green-Smoothie-Icecream: Das Buch ist in verschiedene Kategorien gegliedert und bietet Ideen fürs Frühstück, Drinks, über Hauptgerichte bis hin zu Kuchen und Desserts, von allem ist also etwas dabei. Ich habe darauf geachtet, Rezepte zu entwickeln, die recht schnell zubereitet sind, damit das Buch auch alltagstauglich ist. Alle Rezepte sind ohne Soja, Haushaltszucker und Fleischersatz, viele zudem glutenfrei.

Unter dem Titel des Buches stehen die Worte „Clean Eating“. Was genau kann ich mir darunter vorstellen und weshalb ernährst du dich nach diesem Prinzip?

Unter“clean eating“ fasst man eine Ernährungsweise zusammen, die möglichst naturbelassen und clean, also wörtlich übersetzt „sauber“ ist. Fertigprodukte, stark verarbeitete Produkte sowie Haushaltszucker werden gemieden, die Grundlage der täglichen Nahrung bildet reichlich Obst, frisches Gemüse und Getreide – vorzugsweise in der Vollkornvariante.
Für mich persönlich ist es wichtig zu wissen, was ich esse, wo es herkommt, ob und wie es verarbeitet wurde. Dies hat sehr viel mit Transparenz, aber in erster Linie auch mit Geschmack zu tun. Ich liebe frisches Obst und Gemüse einfach und bin überzeugt, dass wir diese Lebensmittel brauchen, um gesund zu bleiben, aktiv zu sein und das Leben voll ausschöpfen zu können.

Mein Schätzchen Esther (oberes Bild) hat beim Fotoshooting vollen Körpereinsatz gezeigt. Das untere Bild zeigt Larissa und mich beim ähhh.. Selfies machen :D

Mein Schätzchen Esther (oberes Bild) hat beim Fotoshooting vollen Körpereinsatz gezeigt. Das untere Bild zeigt Larissa und mich beim ähhh.. Selfies machen :D

 

Auf deiner Release-Party durfte ich einige deiner Gerichte bereits probieren. Unglaublich lecker, ein großes Lob an dich! Wie kommst du auf deine Rezepte und was ist deine Inspiration?

Danke, das freut mich sehr! Viele Rezepte und Ideen entstehen direkt beim Kochen selbst. Ich kaufe eigentlich nie nach Rezept ein und koche dann, sondern kaufe ein und schaue, was ich aus den vorhandenen Zutaten zubereiten kann. Hierfür ist Kreativität gefragt und genau das macht den Reiz und die Freude am Kochen für mich aus.

Du lebst selbst vegan. Was ist für dich der entscheidende Grund, der für diese Lebensweise spricht?

Es gibt nicht den einen Grund, vielmehr ist es eine Kombination aus Kritik an den derzeitigen Konsummustern, gesundheitlichen Aspekten und ethischen Gründen, die für mich für eine pflanzliche Ernährung sprechen.

Zum Schluss noch ein kleiner Zukunftsausblick. Dürfen wir uns denn auf ein „Free your Food 2“ freuen?

Ich habe bereits viele neue Ideen im Kopf, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Die würden glaube ich sogar für drei weitere Bücher reichen (lacht). Also ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, an einer Fortsetzung zu arbeiten, aber jetzt schauen wir erstmal, wie mein erstes Buch so ankommt. Derzeit bin ich ohnehin durch meinen Blog www.freeyourfood.de, meine Arbeit und mein Studium ordentlich eingespannt, sodass ich momentan leider nicht die Zeit finde, um direkt weiterzumachen.

Free your Food
Autorin: Larissa Häsler
Umfang: 240 Seiten, geb.
ISBN: 978-3-944125-74-9
Preis: 19,80 €

Gewinnspiel

Wer jetzt Lust bekommen hat, die leckeren Rezepte von Larissa nach zu zaubern, der kann sich ihr Buch „Free your Food“ bei ihrem Verlag Unimedica bestellen.

Oder beim Veggietale-Gewinnspiel auf Facebook mitmachen. Unter allen Teilnehmern verlose ich ein druckfrisches Exemplar. Für das Gewinnspiel hier klicken.

Frozen Yogurt Fruit Cups

Juni 26, 2016 - 9:55 am No Comments

Vegane Frozen Yogurt Fruit Cups

Der perfekte Snack für heiße Sommertage! Die veganen Frozen Yogurt Fruit Cups sind herrlich erfrischend und unglaublich lecker. Bei der Joghurt-Frucht-Kombination sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. So findet jeder seinen persönlichen Sommerliebling 😉

Zutaten für 10 Stück
250 g Sojajoghurt z.B. Mandel oder Kokos
2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
Früchte nach Wahl (z.B. Kirschen, Erdbeeren, Mango, Ananas, Bananen…)

Außerdem:
10 Cupcake-Förmchen

Zubereitung

  1. Vermenge den Joghurt mit dem Ahornsirup gebe jeweils 2 EL der Masse in ein Cupcake-Förmchen.
  2. Schneide die Früchte in kleine Stückchen und verteile sie gleichmäßig auf die Cupcake-Förmchen.
  3. Stelle die Joghurt-Förmchen für etwa 5 Stunden ins Gefrierfach, bis die Masse fest geworden ist.
  4. Löse die Frozen Yogurt Fruit Cups aus den Förmchen heraus und genieße die leckere Erfrischung.

Zuckermelonen-Weizengras-Smoothie mit Mandelmilch

Juni 21, 2016 - 10:12 am No Comments

Zuckermelonen-Weizengras-Smoothie mit Mandelmilch

Dieser erfrischende Smoothie ist perfekt für warme Sommertage. Die sollen nämlich diese Woche endlich zurückkommen und dafür sollten wir gewappnet sein 😉

Zuckermelonen haben einen Wassergehalt von rund 90 Prozent, schmecken aber trotzdem angenehm süß. Außerdem liefern sie eine extra Portion Vitaminen A und C. Abgerundet wird dieser gesunde Durstlöscher mit einer Portion Weizengraspulver. Weizengras und das daraus hergestellte Pulver ist reich an Nähr- und Vitalstoffen und soll das Immunsystem stärken indem es Gifte im Darm bindet.

Zutaten
½ Zuckermelone
5 Eiswürfel
350 ml Mandelmilch
1 TL Weizengraspulver

Wer es süßer mag, kann noch 1-2 getrocknete Datteln hinzugeben

Zubereitung
Alle Zutaten in einen Mixer geben und auf höchster Stufe zu einem cremigen Smoothie verarbeiten.

Ein Blick hinter die Kulissen der Rügenwalder Mühle

Mai 29, 2016 - 6:31 pm 3 Comments
Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

 

Kaum etwas anderes wurde von Verbraucher*innen und Lebensmittelbranche so heiß diskutiert, wie die Einführung der vegan-vegetarischen Produktlinie der Rügenwalder Mühle. Jubel auf der einen Seite, scharfe Kritik auf der anderen. Grund genug für mich, mir die Sache mal vor Ort anzusehen.

Zwei Uhr Morgens irgendwo in einem Hotel in Oldenburg. Ich mache mich mit dem Filmteam von ARTE auf den Weg nach Bad Zwischenahn zur Produktionshalle der Rügenwalder Mühle. Seit etwa 170 Jahren produziert das Unternehmen Wurst und Schinken aus Fleisch. Geschäftsführer Christian Rauffus lässt in Interviews allerdings immer wieder durchblicken, dass er dem vegetarischen Markt sehr aufgeschlossen ist. Von ihm stammt der viel zitierte Satz , „die Wurst ist die Zigarette der Zukunft“.

Einführung der vegan-vegetarischen Produkte

Seit etwa 1 ½ Jahren produziert das Unternehmen mit der Unterstützung des VEBU (Vegetarierbund Deutschland) auch vegetarische und vegane Produkte. Die mediale Aufmerksamkeit war groß und plötzlich wurde das Thema vegetarisch-vegane Ernährung auch von Menschen wahrgenommen und diskutiert, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Das positive Feedback der Verbraucher*innen war laut Pressesprecherin Gabriele Soballa gewaltig. Aber auch kritische Stimmen wurden laut. In erster Linie aus den Reihen der Vegetarier*innen und Veganer*innen. Dazu später mehr.

Hygiene wird sehr ernst genommen

An der Halle angekommen, bekommen wir von der Pförtnerin direkt blaue Overalls und Haarnetze in die Hand gedrückt. Hygiene wird hier sehr ernst genommen. Schmuck muss abgelegt und Piercings abgeklebt werden damit später nichts verloren geht und in der Verpackung einer Verbraucher*in landet.

Kaum ein Unterschied in der Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten

Nachdem wir durch die Hygieneschleuse gegangen sind, starten wir mit dem Veggie-Produktionsbereich. Dabei werde ich von Pressesprecherin Soballa begleitet, die immer wieder betont, dass sich die Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten eigentlich gar nicht groß unterscheidet, lediglich die Zutaten sind unterschiedlich. Für mich die Bestätigung, dass es ein leichtes für die Lebensmittelindustrie wäre, noch heute auf eine ethisch und ökologisch freundlichere Produktion umzustellen. Das technische Know-How ist offensichtlich vorhanden.

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Fakten sprechen für pflanzliche Rohstoffe

Und warum sollten Wurst, Schnitzel, Hack & Co. in Zukunft nicht aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden? Die harten Fakten sprechen eindeutig dafür. Schon jetzt kann unser Fleischkonsum nur auf Kosten anderer ermöglicht werden. Auf Kosten der Tiere, die in der Massentierhaltung unter erbärmlichen Bedingungen vor sich hin vegetieren und dann qualvoll getötet werden. Und auf Kosten der Menschen in den Ländern des globalen Südens, die unter der Plünderung ihrer Ressourcen leiden. Das auch als Land Grabbing bezeichnete Vorgehen für den Anbau von Futtermitteln sichert vorerst den Status quo in den Industrienationen, die weltweite Hungerproblematik nimmt jedoch weiter zu. Das alles nur wegen unserem exzessiven Fleischkonsum.

Wurst funktioniert auch ohne Fleisch

Das hat auch Marketingchef Godo Röben erkannt, den ich später noch kennen lernen werde. In einem Interview mit der ZEIT sagt er, „wenn alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir, können wir fünf Milliarden Menschen ernähren. Wenn sich die Menschen vegetarisch ernähren würden, könnten wir zwölf Milliarden Menschen ernähren.“ Er ist davon überzeugt, dass Wurst auch ohne Fleisch funktioniert und – bedenkt man die Entwicklung der Weltbevölkerung – auch funktionieren muss.

Ziel ist es, mehr vegane Produkte herzustellen

Inzwischen sind wir bei der Produktionsmaschine für die vegetarischen Schinken Spicker angekommen, welche auf der Basis von Eiklar und Rapsöl hergestellt werden. Soballa erzählt mir, dass Rügenwalder inzwischen 18 vegetarische und 2 vegane Produkte anbietet. Da hake ich direkt mal nach. Warum nicht mehr vegane Produkte? „Der Geschmack ist unser wichtigstes Kriterium“, sagt Soballa. „Aktuell können wir den gewünschten Geschmack und die entsprechende Konsistenz nur mit der Verwendung von Eiern erreichen. Daher sind viele Produkte vegetarisch. Allerdings ist es unser Ziel mehr vegane Produkte herzustellen und das wird passieren, sobald wir die passende Alternative dafür gefunden haben.“ Das freut mich sehr, ist doch die Verwendung von Eiern einer der größten Kritikpunkte an den Produkten der Rügenwalder Mühle.

Ethisch gibt es keinen Unterschied zwischen Fleisch und Eiern

Ethisch betrachtet macht die Verwendung von Fleisch oder Eiern keinen Unterschied. Für beides müssen Tiere leiden und sterben. Doch was viele Veganer*innen bei dieser Kritik scheinbar vergessen ist, dass sie bevor sie selbst vegan wurden sich auch vegetarisch ernährt haben, also auch Milch und Eier konsumiert haben. Es ist für unser kulturelles Moralverständnis eben doch ein Unterschied ob man Fleisch oder Eier isst. Es ist ein erster Schritt in die pflanzliche Lebensweise und jemand der sich vom Fleisch abwendet und sich für den Vegetarismus entscheidet, der wird viel einfacher für die vegane Idee zu sensibilisieren sein.

Ersatzprodukte sind Einstieg in eine vegane Lebensweise

Ich sehe diese Kritik daher zwar als durchaus berechtigt an, aber nicht als weit genug gedacht. Kaum jemand wird als Veganer*in geboren und die meisten führt der Weg über die vegetarische Lebensweise. So war es auch bei mir. Es ist ein Prozess den man durchlebt, das geht in der Regel nicht von heute auf morgen. Zudem landen die meisten vegetarischen und veganen Ersatzprodukte bei langjährigen Vegetarier*innen und Veganer*innen meist gar nicht regelmäßig auf dem Teller. Sie sind „Einstiegshilfen“ in der Phase der Umgewöhnung. Die Kritik ist an dieser Stelle richtig um den Prozess in eine vegane Richtung zu lenken, ich finde man sollte die Umstellung aber dennoch anerkennen und das Positive darin sehen.

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

Konfrontation mit den Fleischprodukten

Nachdem wir die Produktion des veganen Hacks begutachtet haben, gehen wir in den Bereich, in dem das Fleisch verarbeitet wird. Seitdem ich vegan lebe versuche ich im Supermarkt immer so schnell wie möglich an der Fleischtheke vorbei zu gehen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, obwohl ich solche Bilder durchaus kenne, da meine Großeltern damals selbst geschlachtet haben. Eigentlich sieht es hier genauso aus wie in der Veggie-Produktion, der Geruch ist aber ein ganz anderer.

Es ist noch viel zu tun

Während ich dem Produktionsarbeiter dabei zusehe, wie er mit einer großen silbernen Gabel das Hackfleisch von einer Rutsche in einen viereckigen Metallbehälter schiebt, merke ich, dass mir das Ganze doch sehr nahe geht. Fleisch gehört einfach nicht mehr in meine Welt. Ich bin froh als wir die Halle wieder verlassen. Dennoch ist es wichtig, sich hin und wieder mit der Realität zu konfrontieren. Auch wenn wir Tier- und Umweltschützer*innen erste Etappensiege verzeichnen können und die Gesellschaft immer offener gegenüber diesem Thema wird, ist noch viel zu tun.

Aufschwung des Veggietrends

„Zu Beginn wurden wir für unsere Veggieprodukte von der Branche belächelt. Jetzt machen wir 20 % unseres Umsatzes damit und unsere Kunden sind begeistert“, sagt Soballa mit einem Lächeln im Gesicht. Durch Rügenwalder hat der Veggietrend sicherlich weiteren Aufschwung bekommen. Immer mehr fleischverarbeitende Unternehmen entdecken die pflanzlichen Alternativen für sich und bieten vegetarische und vegane Produkte an. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen der Einstieg in ein fleischfreies Leben erleichtert werden kann ohne dass ein Gefühl von Verzicht aufkommt. Doch auch hier gibt es kritische Stimmen.

Verdrängung der kleinen Unternehmen

Die großen Fleischkonzerne verdrängen die kleinen veganen, biozertifizierten Unternehmen aus den Supermarktregalen, welche die Veggieprodukte etabliert haben, so der Vorwurf. Ich halte diese Kritik für berechtigt. Dennoch ist die Entwicklung die sich hier abzeichnet ein gutes Zeichen. Rosalie Wolff, Firmengründerin von Veggyfriends sagte gegenüber der taz: „Ich wehre mich gegen die Opferrolle, wir müssen einfach noch innovativer und besser werden und dürfen uns nicht einschüchtern lassen.“ Diese Einstellung gefällt mir. Zudem denke ich, dass die Zielgruppe von Rügenwalder und veganen Unternehmen wie Veggyfriends sich durchaus unterscheiden.

Der Film ist im Kasten

Die Besichtigung der Produktionshalle liegt nun hinter uns und wir dürfen die blauen Overalls und Haarnetze ablegen. Wir verlassen die Halle um uns die „echte“ Rügenwalder Mühle anzuschauen. Das Unternehmen wandelte die fiktive Mühle aus der Werbung im Jahr 2012 in ein echtes Gebäude um. Mitten in einer kleinen, grünen Parkanlage steht die Mühle die vom ARTE-Filmteam für die spätere Dokumentation noch mit einer Drohne umflogen wird. Gegen Mittag ist alles im Kasten. Wir verabschieden uns und machen uns wieder auf den Weg nach Oldenburg, wo unser Zug in die Heimat auf uns wartet.

Mein persönliches Fazit

Was ist das Fazit meines Besuchs? Wenn man mir vor einigen Jahren erzählt hätte, dass Unternehmen der Fleischindustrie im Jahr 2016 vollen Kurs auf eine vegetarisch-vegane Produktion nehmen, ich hätte es für eine schöne Utopie gehalten. Aber das ist es nicht und diese Marktmacht muss genutzt werden. So können völlig neue Zielgruppen für die vegane Idee sensibilisiert werden. Die Kritiken sind berechtigt und wichtig. Es muss immer eine Opposition geben, nur so ist eine gesamtgesellschaftliche Verbesserung möglich. Durch Kritiker werden Unternehmen in die Pflicht genommen ihre Produkte und ihr Handeln stets zu überdenken und zu optimieren.

Damit will ich sagen, dass ich den Kurs von Rügenwalder sehr lobenswert finde, die Kritiker aber gern weiter kritisch sein dürfen, denn das ist wichtig. Ich habe ein Unternehmen gesehen, dass es wirklich ernst meint und mit seinem professionellen Know-How die vegetarisch-vegane Idee noch weiter in die Mitte der Gesellschaft tragen kann. Und deshalb lautet mein Fazit: Weiter so!

Anmerkung: Die Ausstrahlung des ARTE-Films wird voraussichtlich November 2016 sein.

Apfel Karamell Streuselkuchen

Mai 15, 2016 - 7:31 am 1 Comment

 Apfel Karamell Streuselkuchen

Kuchen backen ohne Ei und Milch? Nichts leichter als das! Und seitdem ich weiß, wie einfach es ist Zucker zu karamellisieren verfeinere ich meine Süßspeisen und Kuchen zudem noch regelmäßig mit dieser klebrigen Köstlichkeit.

Heute ist mein veganer Apfelstreuselkuchen dran. Entstanden ist ein fruchtig süßes Geschmackserlebnis mit feiner Karamellnote, das sowohl meine Familie als auch meine Freunde begeistert hat.

Zutaten für den Boden:
500g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
50g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanille Zucker
280ml warme Sojamilch
60 g weiche Margarine

Zutaten für den Belag:
1kg Äpfel (entspricht etwa 4 großen Äpfeln)
500 g Sojajoghurt Vanille
1 EL Zucker
1 Päckchen Vanille Puddingpulver

Zutaten für die Streusel:
350 g Mehl
150 g Zucker
200 g weiche Margarine
1 Prise Salz

Zutaten Karamell:
230 g Zucker
400 ml Sojamilch Vanille
1 EL Margarine z.B. von Alsan

Zubereitung

  1. Vermenge für den Boden alle trockenen Zutaten miteinander und gebe anschließend die warme Sojamilch und die Margarine hinzu. Verarbeite alles zu einem glatten Teig und lass ihn abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30-40 Minuten gehen.
  2. Währenddessen kannst du die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Verrühre in einer Schüssel den Sojajoghurt mit dem Zucker und dem Puddingpulver und heben anschließend die Äpfel unter.
  4. Für die Streusel vermengst du einfach alle Zutaten miteinander und verarbeitest sie mit einem Knethaken zu einem bröseligen Teig,
  5. Verteile nun den Teig für den Boden auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech.
  6. Verstreiche die Apfel-Joghurtmasse auf dem Boden und streue die Streusel darüber.
  7. Abschließend wird das Karamell zubereitet. Gebe dafür den Zucker mit der Sojamilch in einen beschichteten Topf und verrühre die Masse unter hoher Hitze so lange, bis die etwas dickflüssig wird und beginnt sich braun zu färben. Du darfst dabei nicht ungeduldig werden, dieser Vorgang dauert seine Zeit.
  8. Beginnt der Zucker zu karamellisieren rührst du die Margarine unter und köchelst die Masse mit mittlerer Hitze noch weitere 3 Minuten.
  9. Nun kannst du mit einem Löffel das Karamell auf den Streuselkuchen träufeln.
  10. Jetzt wird der Kuchen bei 175°C Umluft etwa 40 Minuten gebacken.
  11. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist kannst du ihn in gleichgroße Stücke schneiden und servieren.

Europas erstes veganes Hotel im Test

Mai 12, 2016 - 8:21 am No Comments

veganes Hotel Swiss

Back in Germany! Zwei wunderschöne aber auch anstrengende Tage in der Schweiz liegen hinter. Ich bin nämlich unter die Hoteltester gegangen 😉

Dabei durfte ich nicht irgendein Hotel testen, sondern das erste vegane Hotel Europas: Hotel Swiss in Kreuzlingen am Bodensee.

Vegan im Urlaub bedeutete früher, sich komplett selbst zu verpflegen. In Kreuzlingen können allerdings auch Veganer*innen ihre Seele baumeln lassen. Nicht nur das Essen von Spitzenkoch Raphael Lüthy ist hier vegan. Von der Zimmerausstattung bis hin zu den Kosmetikprodukten ist hier alles ohne tierische Inhaltsstoffe. Im Restaurantbereich hängen außerdem Gemälde berühmter Veganer/Vegetarier wie Albert Einstein oder Mahatma Ghandi.

Auf den Bildern oben seht ihr unter anderem, wie ich das leckere Frühstücksbuffet teste. Begleitet wurde ich dabei von einem Filmteam von Arte (die Ausstrahlung gebe ich hier bekannt). Und der grüne Drink rechts unten ist ein frisch gepresster Saft aus Birne, Apfel, Sellerie und selbstgezüchtetem Weizengras, den uns Raphael zubereitet hat. Wie ihr seht, habe ich es mir so richtig gut gehen lassen 🙂

Mein Fazit? Ein rundes Konzept bei dem nicht nur Veganer*innen auf ihre Kosten kommen. Leckeres veganes Essen, eine gemütliche Atmosphäre und ein wirklich nettes Personal erwarten euch im Hotel Swiss. Sehr empfehlenswert!

Süßkartoffelsuppe mit Blumenkohl und Kokosmilch

April 25, 2016 - 8:55 am No Comments

Süßkartoffelsuppe mit Blumenkohl und Kokosmilch

Wenn der Frühling eine Pause machen will, wärme ich mich solang mit dieser veganen Süßkartoffelsuppe auf. Die ist nicht nur lecker sondern stärkt auch das Immunsystem durch den hohen Gehalt an Vitamin C und Beta-Carotin. Noch dazu enthält die Suppe jede Menge Ballaststoffe die lange satt halten und Heißhungerattacken vorbeugen. Also ran an die Löffel 😉

Zutaten
500 g Süßkartoffeln
400 g Suppengrün (Möhre, Knollensellerie, Steckrübe, Wurzelpetersilie…)
300 g Tiefkühl Blumenkohl
600 ml Wasser
2-3 EL Gemüsebrühe
1 TL Paprika Pulver
1 TL Curcuma
Salz, Pfeffer nach Geschmack
400 ml Kokosmilch cremig

Zubereitung

  1. Erhitze das Wasser in einem großen Topf und löse die Gemüsebrühe darin auf.
  2. Schäle die Süßkartoffeln und schneide sie in kleine Würfel.
  3. Wasche das Suppengrün und schneide es ebenfalls in kleine Würfel.
  4. Gebe nun die Süßkartoffeln mit dem Suppengrün und den Blumenkohlröschen in den Kopf und rühre alles einmal um.
  5. Lass den Topf nun mit geschlossenem Deckel etwa 25-30 Minuten köcheln und rühre das Gemüse immer mal wieder um.
  6. Wenn das Gemüse weich geworden ist, gibst du die restlichen Gewürze mit der Kokosmilch hinzu und pürierst das Ganze mit einem Pürierstab zu einer sämigen Masse.
  7. Nun kannst du die Suppe noch abschmecken und etwas nachwürzen.

Sahnekaramell Rosen

April 8, 2016 - 8:14 am No Comments

Vegane Sahnekaramell Rosen

Eine Sache die ich als Veganerin doch etwas vermisse ist Sahnekaramell. Ich habe mich irgendwie nie an das Karamellisieren herangetraut, weil ich dachte, man versaut sich nur die Küche und verbrennt sich die Finger. Aber mit der richtigen Anleitung geht es kinderleicht und es schmeckt so unglaublich lecker. 3 Zutaten und 4 Schritte, das ist alles! Probiert dieses Rezept unbedingt aus und lasst euch diese einfach selbstgemachte Leckerei nicht entgehen. 😉

Zutaten
200 g Zucker
200 ml Sojasahne
1 EL Alsan Margarine

Zubereitung

  1. Vermenge den Zucker mit der Sojasahne in einem beschichteten Topf.
  2. Erhitze die Masse auf höchster Stufe unter ständigem Rühren, am besten mit einem Holzlöffel, bis sie anfängt sich braun zu färben. Dieser Schritt dauert einige Zeit, du darfst nicht ungeduldig werden.
  3. Wenn die Masse hellbraun ist, gibst du die Margarine hinzu und drehst die Hitze der Platte etwas zurück. Unter ständigem Rühren entsteht nun eine zähflüssige Masse, die du anschließend in eine Silikonform (z.B. Rosen) füllst.
  4. Stelle die Form kalt. Wenn das Karamell fest geworden ist, kannst du es aus der Form herausdrücken und genießen.

Tipp: Je mehr Sahne du verwendest, desto weicher wird das Karamell.