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Vegane Schuhe ohne Leder und tierische Inhaltsstoffe

Mai 11, 2017 - 7:30 am No Comments

Vegane Ballerinas von Esprit aus der aktuellen Kollektion 2017

Wie lässt sich erkennen, ob ein Schuh wirklich vegan ist? Leider ist das nicht ganz einfach und auch Verkäufer*innen können nicht immer Auskunft darüber geben. Das Obermaterial sowie Deck- und Laufsohle können aus Leder, Textil oder Kunststoff bestehen. Dies muss laut Gesetzgeber auf den Schuhen oder der Verpackung gekennzeichnet sein. Anders sieht es jedoch bei den übrigen Inhaltsstoffen aus. So werden Klebstoffe oft aus tierischen Erzeugnissen hergestellt ohne das dies ersichtlich ist.

Umso schöner ist es, dass immer mehr Unternehmen ihre Schuhkollektionen explizit als „vegan“ kennzeichnen. So zum Beispiel Esprit. Mit dem Slogan „We Love Vegan“ präsentiert das Modelabel nun schon seit einigen Jahren aktuelle Schuh-Kollektionen von Sneakern über Ballerinas und Sandalen bis hin zu Boots und Stiefeletten. Bereits 2013 gewann das Unternehmen dafür den ‚Vegan Fashion Award‘ in der Kategorie ‚Schuhe Damen‘.

Dem veränderten Bewusstsein auf Seiten der Verbraucher*innen wird so Rechnung getragen. Egal ob man sich für Naturgewebe oder Synthetik entscheidet, der ökologische Fußabdruck tierischer Produkte ist in der Regel deutlich höher und schädlicher. Leder aus konventioneller Tierhaltung hat eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz und enthält zahlreiche Giftstoffe. Der ZDF-Dokumentarfilm „Gift auf unserer Haut“ schaute 2013 hinter die Kulissen der Lederwirtschaft und deckte erschütternde Arbeitsbedingungen für die oft minderjährigen Arbeitskräfte, schwere Umweltverschmutzung durch giftige Gerbsubstanzen und brutale Tiertötungen auf.

Das gute Image vom „Naturprodukt“ Leder bröckelt und die Forderungen nach veganen, umweltschonenden Alternativen werden lauter. „Der Erfolg der veganen Designs von Esprit beweist die enorme Nachfrage nach nachhaltiger, tierfreundlicher Mode von Kunden auf der ganzen Welt“, so Harald Ullmann von PETA Deutschland e.V. Die Tierschutzorganisation setzt sich in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Modebranche kontinuierlich dafür ein, tierfreundliche Styles und Designs auf den Markt und in die Shops zu bringen.

Weitere Infos zum Thema:
ZDF-Dokumentation: Gift auf unserer Haut
Tipps von PETA: So unterscheiden Sie Leder und Kunstleder

Veganes Osternest Gewinnspiel

April 3, 2017 - 9:02 am No Comments

Aufgepasst ihr kleinen Naschkatzen und –kater! Ich hab einen Deal mit dem Osterhasen ausgemacht und er bringt euch dieses Jahr eine bunte Auswahl veganer Süßigkeiten von boutique vegan. 😉

Alles was ihr dafür tun müsst, ist am Gewinnspiel auf meiner Facebookseite teilzunehmen. Zum Osternest Gewinnspiel.

Simply Vegan – Buchrezension

Januar 16, 2017 - 10:33 am No Comments

Sebastian und Tamara vom Foodblog „Simply Vegan“ begeistern ihre Leser bereits seit 2012 mit ihren kreativen Rezepten. Diese machen dem Namen des Blogs alle Ehre, denn sie sind einfach und vegan. Nun haben die beiden ihr gleichnamiges Buch veröffentlicht und ich durfte mich über ein druckfrisches Rezensionsexemplar freuen.

Der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät: Das Buch bietet herzhafte Snacks, cremige Suppen und knackige Salate sowie Hauptspeisen, süße Desserts, Backwaren und Smoothies. Ein Allrounder also.

Beim Durchblättern des Hardcover-Buches fallen mir sofort die wunderschönen Bilder ins Auge. Die machen direkt Lust die Rezepte auszuprobieren. Außerdem besitzt das Buch ein praktisches Lesezeichenband, damit man immer weiß, wo man zuletzt war.

Sebastian und Tamara verzichten auf eine ausschweifende Einleitungen und legen nach einem kurzen Vorwort gleich los mit ihren Rezepten. Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn lange Texte zu veganer Ernährung oder benötigten Küchenutensilien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Die Rezepte sind insgesamt alltagstauglich, da sie keine exotischen Zutaten enthalten und einfach zuzubereiten sind. Außerdem gefällt mir die klare, übersichtliche Gestaltung. Ich halte das Buch besonders für vegane (Koch-)Einsteiger gut geeignet aber auch alte Hasen werden sicherlich neue Lieblingsrezepte finden. Simply Vegan – Sebastian und Tamara zeigen wie es geht!

Das Bild zeigt die Kichererbsenschnitzel und den Himbeer-Kokos-Smoothie aus dem Buch „Simply Vegan“

Simpy Vegan. 90 einfache vegane Rezepte für jeden Tag.
Autoren: Tamara Münstermann-Pieta & Sebastian Schwarz
Verlag: GrünerSinn-Verlag
220 Seiten, 210 x 148 mm (Querformat)
ISBN: 978-3-946625-03-2
Preis: 24,95 €

Vegane Süßigkeiten – Klassiker zum Selbermachen

Oktober 25, 2016 - 8:55 am No Comments

Vegane Süßigkeiten – Klassiker zum Selbermachen

Es ist da, es ist da!!!! Trommelwirbel!!!!! Mein Buch „Vegane Süßigkeiten – Klassiker zum Selbermachen“ ist druckfrisch bei mir eingetroffen. Offiziell erscheint es Ende November im Buchhandel, ein paar Exemplare werde ich aber bereits am Wochenende mit nach Düsseldorf nehmen. Dort habt ihr auf der VeggieWorld die Chance noch vor allen anderen das Buch mit persönlicher Signierung zu erwerben.

Bei meiner Kochshow am Sonntag den 30. Oktober um 13 Uhr auf der VeggieWorld-Bühne werde ich zwei Rezepte aus meinem Buch vorstellen (Kostproben inklusive 😉 ). Das Buch erscheint für 6,90 € im Neunzehn Verlag in der Reihe des VEBU (Vegetarierbund Deutschland), mit der gezeigt wird, dass jedes Lieblingsessen auch vegan geht. Nach der Kochshow könnt ihr mich daher am Stand des VEBU antreffen, wo ich die Bücher signieren werde. Ich freue mich auf euch <3

Zur Kochshow:

Viele Produkte bekannter Süßwarenhersteller enthalten Milch, Eier, Butter oder Gelatine und sind damit nicht vegan. Die Buchautorin und Bloggerin Anna-Lena Klapp zeigt in ihrem Buch und der gleichnamigen Kochshow „Vegane Süßigkeiten – Klassiker zum Selbermachen“ wie mit pflanzlichen Alternativen lieb gewonnene Süßigkeiten einfach selbst zubereiten werden können. Als Ernährungswissenschaftlerin weiß sie, wie wichtig der Genussaspekt bei unserer Ernährung ist. Beim Biss in einen Schokoriegel, den wir als Kind besonders gern gegessen haben, kommen in uns die schönsten Erinnerungen zurück. Dieser Genussmoment ist etwas ganz Besonderes und dank der kreativen Rezepte auch ohne tierische Zutaten möglich.

Ort: VeggieWorld Düsseldorf, Messegelände AREAL BÖHLER
Datum: Sonntag, 30.10.2016
Uhrzeit: 13:00 Uhr

Vegane Schokolade jetzt auch von RITTER SPORT

Oktober 24, 2016 - 10:00 am No Comments

Ritter Sport vegan

Was ist besser als Schokolade? Richtig: vegane Schokolade 😀 Das hat auch RITTER SPORT erkannt und hat zwei neue explizit als vegan gekennzeichnete Sorten herausgebracht. Darf ich vorstellen? In der violetten Verpackung „Dunkle Voll-Nuss Amaranth“ und in der grünen „Dunkle Mandel Quinoa“.

Die Einführung der zwei veganen Sorten ist ein wunderbares Beispiel dafür, welchen Einfluss Verbraucheranfragen haben können. Das Unternehmen gibt auf seiner Homepage an, dass immer wieder Anfragen nach veganen Sorten reinkamen und sie diesem Wunsch nun nachgehen möchten. Und alle so „Yeahhhhhh“! 😀

Die neuen veganen Sorten tragen zudem das V-Label welches vom VEBU (Vegetarierbund Deutschland) vergeben wird und garantiert, dass keine Zutaten tierischen Ursprungs enthalten sind. Beide Sorten haben als Basis eine Halbbitterschokolade, die mit Haselnusspaste verfeinert ist.

Und geschmacklich? Die Sorten schmecken herrlich schokoladig, sind angenehm süß und haben durch die Verwendung ganzer Nüsse einen knackigen Biss, der durch die knusprigen Amaranth- bzw. Quinoa-Crisps verfeinert wird. „Dunkle Voll-Nuss Amaranth“ ist mein persönlicher Liebling, da ich ganze Haselnüsse in einer Schokoladentafel einfach liebe.

Die beiden 100 g Quadrate kosten 1,99€ (unverbindliche Preisempfehlung). Ich habe sie schon bei REWE und bei tegut… gesehen. Wer jetzt Lust bekommen hat die neuen Sorten selbst zu probieren kann am Veggietale-Gewinnspiel hier auf Facebook teilnehmen. Ich verlose ein Paket mit 4 Tafeln (2 x jede Sorte).

Vegane Vitamin B12 Zahnpflege – mit Gewinnspiel

September 15, 2016 - 9:01 am No Comments

sante vitamin b12 Zahncreme

Die meisten Nährstoffe können sehr gut durch eine ausgewogene vegane Ernährung abgedeckt werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Vitamin B12. Dieses Vitamin muss bei einer rein pflanzlichen Ernährung in jedem Fall supplementiert werden. Das liegt aber nicht wie fälschlicherweise angenommen an der „Unnatürlichkeit“ der veganen Ernährung.

Vitamin B12 muss zum Beispiel in Indien von vegan lebenden Menschen nicht zusätzlich eingenommen werden, da Indien quasi eine Vitamin-B12-reiche Region ist. Durch die niedrigeren Hygienestandards in Produktion und Verarbeitung werden die Bakterien, welche das Vitamin B12 bilden, nicht abgetötet sondern mit der pflanzlichen Nahrung aufgenommen. Unsere Lebensmittel enthalten hingegen nicht mehr ausreichend Vitamin B12, weshalb wir auf Zusätze oder Nahrungsergänzungsmittel angewiesen sind.

Eine besonders entspannte Art und Weise die tägliche Vitamin B12-Aufnahme zu gewährleisten ist die Verwendung der Vitamin B12-Zahnpflege von Sante. Das in der Zahncreme enthaltene Vitamin B12 wird direkt über die Mundschleimhäute aufgenommen und trägt nachweislich zur Verbesserung des Vitamin-B12-Status bei. Das bestätigt auch die Studie vom IFANE Institut.

Die Zahncreme ist mittlerweile in den meisten Biomärkten und Reformhäusern erhältlich und auch bei DM habe ich sie schon gesehen. Bei der Zahnpflege von Sante handelt es sich außerdem um kontrollierte Naturkosmetik, die ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe hergestellt wird. Zudem ist ein für Zahnpflege typischer Wirkstoffkomplex gegen Karies, Parodontose und Zahnsteinbildung enthalten. Der angenehme Pfefferminzöl-Geschmack sorgt außerdem für frischen Atem.

Ich persönlich verwende die Vitamin B12 Zahncreme abwechselnd mit einer konventionellen Zahncreme für weißere Zähne. Dazu nehme ich noch ca. einmal die Woche eine Vitamin B12 Tablette. Damit bin ich bisher immer sehr gut hingekommen und meine Blutwerde sind in einem optimalen Bereich. Ich rate euch aber dazu, einmal pro Jahr einen Bluttest machen und alles abchecken zu lassen.

Wer die Produkte von Sante jetzt selbst ausprobieren möchte, kann am Veggietale-Gewinnspiel teilnehmen und ein Vitamin B12 Zahnpflege-Set gewinnen. Zum Gewinnspiel hier klicken.

Vegan in Wien – Mein Reisebericht

August 30, 2016 - 4:58 pm No Comments
Vegan in Wien Hundertwasser

Ich vor dem Hundertwasserhaus in Wien

Letzte Woche hat es mich in die Heimatstadt der wohl beliebtesten Süßigkeit vegan lebender Menschen verschlagen. Die Rede ist von Wien, wo die leckeren Mannerwaffeln ihr zu Hause haben. In der österreichischen Hauptstadt kommen Veganer*innen aber nicht nur im Mannerstore auf ihre Kosten. Wien hat kulinarisch einiges zu bieten und zwischen Sightseeing, Tretbootfahren auf der Donau und Museumsrundgängen lassen sich entspannte Café-, Eisdielen- und Restaurant-Besuche einbauen.

Mein Einkauf im Mannerstore in Wien - die Produkte gibt es leider noch nicht in Deutschland

Mein Einkauf im Mannerstore in Wien – die Produkte gibt es leider noch nicht in Deutschland

Wer wie ich mit der Bahn reist, wird am Wiener Hauptbahnhof ankommen. Hier erwartet Reisende bereits einer der Mannerstores, bei dem es unter anderem das vegane Mannermüsli gibt, welches in Deutschland leider noch nicht erhältlich ist (Kauftipp 😉 ). Ein weiterer Store befindet sich in der Innenstadt am Stephansplatz. Ein paar Häuser neben dem Mannerstore am Stephansplatz Platz warten die zwei netten Mädels vom Eis Greissler. Zwar ist es keine rein vegane Eisdiele, die Auswahl an veganen Sorten ist aber beachtlich: Mandel, Edelbitter, Erdbeere, Himbeere, Marille, Mango… u.v.m. Ich fand das Eis so unglaublich lecker, dass ich euch einen Besuch nur wärmstens empfehlen kann.

Die zwei netten Mädels von Eis Geissler haben mich mit leckeren veganen Eis versorgt

Die zwei netten Mädels von Eis Geissler haben mich mit leckeren veganen Eis versorgt

Auf der Sightseeing-Tour komme ich an der Karlskirche vorbei. Von diesem wunderschönen Wahrzeichen Wiens aus laufe ich zum veganen Burger-Laden Swing Kitchen in der Operngasse 24. Hier gibt es klassisches Fastfood wie Cheese Burger, Wraps, Pommes und Nuggets aber auch Salate, Desserts und Softeis. Ich nehme das Cheese Burger Menü mit großem Salat und Getränk und zahle knapp 9,- €. Das ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ich finde den Burger extrem lecker. Außerdem verwendet das Restaurant hauptsächlich Lebensmittel aus regionalem Anbau und alle Verpackungen bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, sind also frei von Plastik.

Ich gönne mir einen Cheeseburger bei Swing Kitchen - dem veganen Burgerladen in Wien

Ich gönne mir einen Cheeseburger bei Swing Kitchen – dem veganen Burgerladen in Wien

Neben veganen Restaurants und Cafés gibt es in Wien auch zwei vegane Supermärkte. Zum einen MaranVEGAN, welcher der erste vegane Supermarkt in Österreich war und die vegane Supermarktkette Veganz, die wir aus Städten wie Berlin, Frankfurt und Hamburg kennen. Allerdings bieten hier auch die konventionellen Supermärkte eine sehr gute Auswahl an veganen Lebensmitteln. Der Veganz-Markt ist etwa 10 Gehminuten von Swing Kitchen entfernt. Auf dem Weg dorthin bleibe ich ganz zufällig an einem Schaufenster stehen, welches mit selbstgemachten Törtchen und Pralinen bestückt ist. „Lecker“ denke ich und mir fällt erst beim zweiten Blick der Hinweis „vegan“ auf. Ich bekomme große Augen. Google verrät mir, dass es sich bei „Süssi“, so heißt der kleine Laden, um den ersten und einzigen französischen Teesalon in Wien handelt. Neben verschiedenen Kaffee- und Teekreationen bietet der kleine Salon vegane Orangen-, Pistazien- und Rum-Schokolade-Tartes oder auch Kreationen mit selbstgemachtem Karamell. Alles ist sehr liebevoll zubereitet und bietet sich sehr gut als kleines Mitbringsel für die Daheimgebliebenen an.

Ich vor dem ersten und einzigen französischen Teesalon in Wien namens "Süssi"

Ich vor dem ersten und einzigen französischen Teesalon in Wien namens „Süssi“

Nach meiner Tour durch die Wiener Innenstadt gönne ich mir eine Pause bei Simply Raw Bakery. Das roh-vegane Café, welches in einer ruhigen Seitenstraße mitten in Wien liegt, ist mein persönliches Highlight der Reise. Alle angebotenen Speisen sind vegan und in Rohkostqualität. Außerdem sind weder Gluten, Soja oder industrieller Zucker enthalten. Neben Smoothies, Milchshakes, Torten oder Cupakes gibt es hier auch süße und herzhafte Gerichte wie Kaiserschmarrn, Zucchininudeln oder Rohkostpizza. Ich habe Lust auf Süßes und probiere die Sachertorte und das Bananensplit. Beides ein himmlischer Genuss. Auch die Einrichtung des Cafés spricht mich sehr an. Es ist sehr gemütlich und spiegelt den Charme der Stadt wider.

Rohvegane Sachertorte von Simply Raw Bakery

Rohvegane Sachertorte von Simply Raw Bakery

Auf meinem Plan steht jetzt nur noch Pirata, die erste vegane Sushi Bar Europas. Leider schaffe ich es nicht mehr hier vorbei zu schauen aber ich bekomme am letzten Abend in Wien dennoch das leckerste Sushi das ich je gegessen habe serviert. Wir sind zu Besuch bei der Familie meines Freundes. Nach einem wunderschönen Nachmittag mit Tretboot auf der Donau bereiten Ronja (seine Cousine) und Dominik (sein Cousin) für alle Sushi zu. Extra für mich gibt es eine vegane Platte. Ich bin begeistert. So leckeres und gleichzeitig schön zubereitetes Sushi habe ich noch nie gehabt. Ein Foto der Platte findet ihr hier. Ich warte noch auf das Rezept und sobald ich es habe, werde ich es mit euch teilen.

Mein Fazit:
Vegan in Wien unterwegs zu sein ist nicht nur kinderleicht sondern auch unglaublich lecker und abwechslungsreich. Neben speziellen veganen Restaurants, Cafés oder Supermärkten bieten die meisten konventionellen Läden immer auch eine vegane Option. Hier kommt jeder auf seine Kosten 🙂

Die neue Herbstkollektion von Esprit – vegan und tierleidfrei

Juli 18, 2016 - 10:13 am 1 Comment

Vegane Lederschuhe
Der Sommer hat dieses Jahr ganz schön lang auf sich warten lassen. Nun soll er diese Woche mit einer Hitzewelle endlich eintreffen. In der Zwischenzeit habe ich aber schon mal die vegane Herbstkollektion von Esprit abgecheckt. Der Fokus liegt dieses Jahr ganz klar auf Kunstleder.

Die sportlichen Sneaker und Booties kommen in schlichten Farben und dezenten Details daher und zeigen einmal mehr: Veganes Leder ist in! Und das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch unglaublich wichtig, denn die (tierische) Lederproduktion geht mit einer schweren Umweltverschmutzung und Tierleid einher.

Übrigens: Wer Tierleder trägt riskiert sich mit der Haut von Hunden und Katzen zu schmücken. Allein in China werden jedes Jahr geschätzte 2 Millionen Hunde und und ihrer Haut wegen getötet, die dann später illegal auf dem europäischen Markt landen (Quelle: Peta). Die Kennzeichnung von Fell- und Lederwaren ist in Deutschland keine Pflicht. Ein Grund mehr die „PETA-Approved Vegan“ Schuh-Kollektion von Esprit zu kaufen, die aus umweltfreundlichem Kunstleder und hochqualitativem Canvas hergestellt wird.

Interview mit Free your Food Autorin Larissa Häsler – plus Gewinnspiel

Juni 30, 2016 - 9:00 am No Comments
Free your Food Autorin Larissa Häsler

Larissa von Free Your Food (rechts) und ich beim Treffen im Schlosspark Fulda, Foto: Esther Dörrie

 

Meine Freundin und Kommilitonin Larissa hat diesen Monat ihr erstes Kochbuch herausgebracht. Sie hat sich dabei dem Clean Eating Trend gewidmet und stellt in ihrem Buch über 80 vegane Rezepte vor, die komplett soja- und überwiegend glutenfrei sind. Außerdem kommen alle Gerichte ohne Haushaltszucker und verarbeitete Zutaten aus und – das ist das wichtigste – sie sind unglaublich lecker!

Wir haben uns im Schlosspark in Fulda getroffen und uns ein bisschen über ihr Buch, dem Clean Eating Prinzip und Inspirationen beim Kochen unterhalten.

Mit „Free your Food“ hast du dein erstes Kochbuch herausgebracht. Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

Nie zuvor gab es so viele Fertigprodukte wie heute und auch für Veganer werden mehr und mehr Ersatzprodukte entwickelt. Da in meinen Augen eine vegane Ernährung einen Schritt in Richtung eines gesünderen Lebensstils darstellt, passen stark verarbeitete Produkte hier nicht rein, die meisten veganen Kochbücher sind jedoch voll mit diesen Produkten. „Free your Food“ kommt ohne stark verarbeitete Zutaten aus. Der Titel drückt also aus, dass meine Rezepte frei von unnötigen Zutaten und zudem gänzlich ohne Soja sind.

Warum meidest du Soja als Zutat?

Ich vermeide Soja, weil ich es nicht mehr wirklich vertrage.

Gesundheit und Genuss – für dich keine Gegensätze, oder?

Nein, absolut nicht! Es gibt eine so unglaublich große Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln, mit der sich wirklich geniale Sachen zaubern lassen. Die Basis der Gerichte bilden frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse. Gesünder geht‘s wohl kaum und langweilig wird es bei der Auswahl sicher auch nicht.

Welche Rezepte erwarten die Leser deines Buches?

Morgenmuffel-Müsli, Piña-Colada-Smoothie, Flammkuchen und Green-Smoothie-Icecream: Das Buch ist in verschiedene Kategorien gegliedert und bietet Ideen fürs Frühstück, Drinks, über Hauptgerichte bis hin zu Kuchen und Desserts, von allem ist also etwas dabei. Ich habe darauf geachtet, Rezepte zu entwickeln, die recht schnell zubereitet sind, damit das Buch auch alltagstauglich ist. Alle Rezepte sind ohne Soja, Haushaltszucker und Fleischersatz, viele zudem glutenfrei.

Unter dem Titel des Buches stehen die Worte „Clean Eating“. Was genau kann ich mir darunter vorstellen und weshalb ernährst du dich nach diesem Prinzip?

Unter“clean eating“ fasst man eine Ernährungsweise zusammen, die möglichst naturbelassen und clean, also wörtlich übersetzt „sauber“ ist. Fertigprodukte, stark verarbeitete Produkte sowie Haushaltszucker werden gemieden, die Grundlage der täglichen Nahrung bildet reichlich Obst, frisches Gemüse und Getreide – vorzugsweise in der Vollkornvariante.
Für mich persönlich ist es wichtig zu wissen, was ich esse, wo es herkommt, ob und wie es verarbeitet wurde. Dies hat sehr viel mit Transparenz, aber in erster Linie auch mit Geschmack zu tun. Ich liebe frisches Obst und Gemüse einfach und bin überzeugt, dass wir diese Lebensmittel brauchen, um gesund zu bleiben, aktiv zu sein und das Leben voll ausschöpfen zu können.

Mein Schätzchen Esther (oberes Bild) hat beim Fotoshooting vollen Körpereinsatz gezeigt. Das untere Bild zeigt Larissa und mich beim ähhh.. Selfies machen :D

Mein Schätzchen Esther (oberes Bild) hat beim Fotoshooting vollen Körpereinsatz gezeigt. Das untere Bild zeigt Larissa und mich beim ähhh.. Selfies machen 😀

 

Auf deiner Release-Party durfte ich einige deiner Gerichte bereits probieren. Unglaublich lecker, ein großes Lob an dich! Wie kommst du auf deine Rezepte und was ist deine Inspiration?

Danke, das freut mich sehr! Viele Rezepte und Ideen entstehen direkt beim Kochen selbst. Ich kaufe eigentlich nie nach Rezept ein und koche dann, sondern kaufe ein und schaue, was ich aus den vorhandenen Zutaten zubereiten kann. Hierfür ist Kreativität gefragt und genau das macht den Reiz und die Freude am Kochen für mich aus.

Du lebst selbst vegan. Was ist für dich der entscheidende Grund, der für diese Lebensweise spricht?

Es gibt nicht den einen Grund, vielmehr ist es eine Kombination aus Kritik an den derzeitigen Konsummustern, gesundheitlichen Aspekten und ethischen Gründen, die für mich für eine pflanzliche Ernährung sprechen.

Zum Schluss noch ein kleiner Zukunftsausblick. Dürfen wir uns denn auf ein „Free your Food 2“ freuen?

Ich habe bereits viele neue Ideen im Kopf, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Die würden glaube ich sogar für drei weitere Bücher reichen (lacht). Also ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, an einer Fortsetzung zu arbeiten, aber jetzt schauen wir erstmal, wie mein erstes Buch so ankommt. Derzeit bin ich ohnehin durch meinen Blog www.freeyourfood.de, meine Arbeit und mein Studium ordentlich eingespannt, sodass ich momentan leider nicht die Zeit finde, um direkt weiterzumachen.

Free your Food
Autorin: Larissa Häsler
Umfang: 240 Seiten, geb.
ISBN: 978-3-944125-74-9
Preis: 19,80 €

Gewinnspiel

Wer jetzt Lust bekommen hat, die leckeren Rezepte von Larissa nach zu zaubern, der kann sich ihr Buch „Free your Food“ bei ihrem Verlag Unimedica bestellen.

Oder beim Veggietale-Gewinnspiel auf Facebook mitmachen. Unter allen Teilnehmern verlose ich ein druckfrisches Exemplar. Für das Gewinnspiel hier klicken.

Ein Blick hinter die Kulissen der Rügenwalder Mühle

Mai 29, 2016 - 6:31 pm 3 Comments
Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

 

Kaum etwas anderes wurde von Verbraucher*innen und Lebensmittelbranche so heiß diskutiert, wie die Einführung der vegan-vegetarischen Produktlinie der Rügenwalder Mühle. Jubel auf der einen Seite, scharfe Kritik auf der anderen. Grund genug für mich, mir die Sache mal vor Ort anzusehen.

Zwei Uhr Morgens irgendwo in einem Hotel in Oldenburg. Ich mache mich mit dem Filmteam von ARTE auf den Weg nach Bad Zwischenahn zur Produktionshalle der Rügenwalder Mühle. Seit etwa 170 Jahren produziert das Unternehmen Wurst und Schinken aus Fleisch. Geschäftsführer Christian Rauffus lässt in Interviews allerdings immer wieder durchblicken, dass er dem vegetarischen Markt sehr aufgeschlossen ist. Von ihm stammt der viel zitierte Satz , „die Wurst ist die Zigarette der Zukunft“.

Einführung der vegan-vegetarischen Produkte

Seit etwa 1 ½ Jahren produziert das Unternehmen mit der Unterstützung des VEBU (Vegetarierbund Deutschland) auch vegetarische und vegane Produkte. Die mediale Aufmerksamkeit war groß und plötzlich wurde das Thema vegetarisch-vegane Ernährung auch von Menschen wahrgenommen und diskutiert, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Das positive Feedback der Verbraucher*innen war laut Pressesprecherin Gabriele Soballa gewaltig. Aber auch kritische Stimmen wurden laut. In erster Linie aus den Reihen der Vegetarier*innen und Veganer*innen. Dazu später mehr.

Hygiene wird sehr ernst genommen

An der Halle angekommen, bekommen wir von der Pförtnerin direkt blaue Overalls und Haarnetze in die Hand gedrückt. Hygiene wird hier sehr ernst genommen. Schmuck muss abgelegt und Piercings abgeklebt werden damit später nichts verloren geht und in der Verpackung einer Verbraucher*in landet.

Kaum ein Unterschied in der Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten

Nachdem wir durch die Hygieneschleuse gegangen sind, starten wir mit dem Veggie-Produktionsbereich. Dabei werde ich von Pressesprecherin Soballa begleitet, die immer wieder betont, dass sich die Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten eigentlich gar nicht groß unterscheidet, lediglich die Zutaten sind unterschiedlich. Für mich die Bestätigung, dass es ein leichtes für die Lebensmittelindustrie wäre, noch heute auf eine ethisch und ökologisch freundlichere Produktion umzustellen. Das technische Know-How ist offensichtlich vorhanden.

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Fakten sprechen für pflanzliche Rohstoffe

Und warum sollten Wurst, Schnitzel, Hack & Co. in Zukunft nicht aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden? Die harten Fakten sprechen eindeutig dafür. Schon jetzt kann unser Fleischkonsum nur auf Kosten anderer ermöglicht werden. Auf Kosten der Tiere, die in der Massentierhaltung unter erbärmlichen Bedingungen vor sich hin vegetieren und dann qualvoll getötet werden. Und auf Kosten der Menschen in den Ländern des globalen Südens, die unter der Plünderung ihrer Ressourcen leiden. Das auch als Land Grabbing bezeichnete Vorgehen für den Anbau von Futtermitteln sichert vorerst den Status quo in den Industrienationen, die weltweite Hungerproblematik nimmt jedoch weiter zu. Das alles nur wegen unserem exzessiven Fleischkonsum.

Wurst funktioniert auch ohne Fleisch

Das hat auch Marketingchef Godo Röben erkannt, den ich später noch kennen lernen werde. In einem Interview mit der ZEIT sagt er, „wenn alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir, können wir fünf Milliarden Menschen ernähren. Wenn sich die Menschen vegetarisch ernähren würden, könnten wir zwölf Milliarden Menschen ernähren.“ Er ist davon überzeugt, dass Wurst auch ohne Fleisch funktioniert und – bedenkt man die Entwicklung der Weltbevölkerung – auch funktionieren muss.

Ziel ist es, mehr vegane Produkte herzustellen

Inzwischen sind wir bei der Produktionsmaschine für die vegetarischen Schinken Spicker angekommen, welche auf der Basis von Eiklar und Rapsöl hergestellt werden. Soballa erzählt mir, dass Rügenwalder inzwischen 18 vegetarische und 2 vegane Produkte anbietet. Da hake ich direkt mal nach. Warum nicht mehr vegane Produkte? „Der Geschmack ist unser wichtigstes Kriterium“, sagt Soballa. „Aktuell können wir den gewünschten Geschmack und die entsprechende Konsistenz nur mit der Verwendung von Eiern erreichen. Daher sind viele Produkte vegetarisch. Allerdings ist es unser Ziel mehr vegane Produkte herzustellen und das wird passieren, sobald wir die passende Alternative dafür gefunden haben.“ Das freut mich sehr, ist doch die Verwendung von Eiern einer der größten Kritikpunkte an den Produkten der Rügenwalder Mühle.

Ethisch gibt es keinen Unterschied zwischen Fleisch und Eiern

Ethisch betrachtet macht die Verwendung von Fleisch oder Eiern keinen Unterschied. Für beides müssen Tiere leiden und sterben. Doch was viele Veganer*innen bei dieser Kritik scheinbar vergessen ist, dass sie bevor sie selbst vegan wurden sich auch vegetarisch ernährt haben, also auch Milch und Eier konsumiert haben. Es ist für unser kulturelles Moralverständnis eben doch ein Unterschied ob man Fleisch oder Eier isst. Es ist ein erster Schritt in die pflanzliche Lebensweise und jemand der sich vom Fleisch abwendet und sich für den Vegetarismus entscheidet, der wird viel einfacher für die vegane Idee zu sensibilisieren sein.

Ersatzprodukte sind Einstieg in eine vegane Lebensweise

Ich sehe diese Kritik daher zwar als durchaus berechtigt an, aber nicht als weit genug gedacht. Kaum jemand wird als Veganer*in geboren und die meisten führt der Weg über die vegetarische Lebensweise. So war es auch bei mir. Es ist ein Prozess den man durchlebt, das geht in der Regel nicht von heute auf morgen. Zudem landen die meisten vegetarischen und veganen Ersatzprodukte bei langjährigen Vegetarier*innen und Veganer*innen meist gar nicht regelmäßig auf dem Teller. Sie sind „Einstiegshilfen“ in der Phase der Umgewöhnung. Die Kritik ist an dieser Stelle richtig um den Prozess in eine vegane Richtung zu lenken, ich finde man sollte die Umstellung aber dennoch anerkennen und das Positive darin sehen.

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

Konfrontation mit den Fleischprodukten

Nachdem wir die Produktion des veganen Hacks begutachtet haben, gehen wir in den Bereich, in dem das Fleisch verarbeitet wird. Seitdem ich vegan lebe versuche ich im Supermarkt immer so schnell wie möglich an der Fleischtheke vorbei zu gehen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, obwohl ich solche Bilder durchaus kenne, da meine Großeltern damals selbst geschlachtet haben. Eigentlich sieht es hier genauso aus wie in der Veggie-Produktion, der Geruch ist aber ein ganz anderer.

Es ist noch viel zu tun

Während ich dem Produktionsarbeiter dabei zusehe, wie er mit einer großen silbernen Gabel das Hackfleisch von einer Rutsche in einen viereckigen Metallbehälter schiebt, merke ich, dass mir das Ganze doch sehr nahe geht. Fleisch gehört einfach nicht mehr in meine Welt. Ich bin froh als wir die Halle wieder verlassen. Dennoch ist es wichtig, sich hin und wieder mit der Realität zu konfrontieren. Auch wenn wir Tier- und Umweltschützer*innen erste Etappensiege verzeichnen können und die Gesellschaft immer offener gegenüber diesem Thema wird, ist noch viel zu tun.

Aufschwung des Veggietrends

„Zu Beginn wurden wir für unsere Veggieprodukte von der Branche belächelt. Jetzt machen wir 20 % unseres Umsatzes damit und unsere Kunden sind begeistert“, sagt Soballa mit einem Lächeln im Gesicht. Durch Rügenwalder hat der Veggietrend sicherlich weiteren Aufschwung bekommen. Immer mehr fleischverarbeitende Unternehmen entdecken die pflanzlichen Alternativen für sich und bieten vegetarische und vegane Produkte an. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen der Einstieg in ein fleischfreies Leben erleichtert werden kann ohne dass ein Gefühl von Verzicht aufkommt. Doch auch hier gibt es kritische Stimmen.

Verdrängung der kleinen Unternehmen

Die großen Fleischkonzerne verdrängen die kleinen veganen, biozertifizierten Unternehmen aus den Supermarktregalen, welche die Veggieprodukte etabliert haben, so der Vorwurf. Ich halte diese Kritik für berechtigt. Dennoch ist die Entwicklung die sich hier abzeichnet ein gutes Zeichen. Rosalie Wolff, Firmengründerin von Veggyfriends sagte gegenüber der taz: „Ich wehre mich gegen die Opferrolle, wir müssen einfach noch innovativer und besser werden und dürfen uns nicht einschüchtern lassen.“ Diese Einstellung gefällt mir. Zudem denke ich, dass die Zielgruppe von Rügenwalder und veganen Unternehmen wie Veggyfriends sich durchaus unterscheiden.

Der Film ist im Kasten

Die Besichtigung der Produktionshalle liegt nun hinter uns und wir dürfen die blauen Overalls und Haarnetze ablegen. Wir verlassen die Halle um uns die „echte“ Rügenwalder Mühle anzuschauen. Das Unternehmen wandelte die fiktive Mühle aus der Werbung im Jahr 2012 in ein echtes Gebäude um. Mitten in einer kleinen, grünen Parkanlage steht die Mühle die vom ARTE-Filmteam für die spätere Dokumentation noch mit einer Drohne umflogen wird. Gegen Mittag ist alles im Kasten. Wir verabschieden uns und machen uns wieder auf den Weg nach Oldenburg, wo unser Zug in die Heimat auf uns wartet.

Mein persönliches Fazit

Was ist das Fazit meines Besuchs? Wenn man mir vor einigen Jahren erzählt hätte, dass Unternehmen der Fleischindustrie im Jahr 2016 vollen Kurs auf eine vegetarisch-vegane Produktion nehmen, ich hätte es für eine schöne Utopie gehalten. Aber das ist es nicht und diese Marktmacht muss genutzt werden. So können völlig neue Zielgruppen für die vegane Idee sensibilisiert werden. Die Kritiken sind berechtigt und wichtig. Es muss immer eine Opposition geben, nur so ist eine gesamtgesellschaftliche Verbesserung möglich. Durch Kritiker werden Unternehmen in die Pflicht genommen ihre Produkte und ihr Handeln stets zu überdenken und zu optimieren.

Damit will ich sagen, dass ich den Kurs von Rügenwalder sehr lobenswert finde, die Kritiker aber gern weiter kritisch sein dürfen, denn das ist wichtig. Ich habe ein Unternehmen gesehen, dass es wirklich ernst meint und mit seinem professionellen Know-How die vegetarisch-vegane Idee noch weiter in die Mitte der Gesellschaft tragen kann. Und deshalb lautet mein Fazit: Weiter so!

Anmerkung: Die Ausstrahlung des ARTE-Films wird voraussichtlich November 2016 sein.