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Ein Blick hinter die Kulissen der Rügenwalder Mühle

Mai 29, 2016 - 6:31 pm 3 Comments
Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

Veganes Hack von der Rügenwalder Mühle, fotografiert in der Produktionshalle in Bad Zwischenahn

 

Kaum etwas anderes wurde von Verbraucher*innen und Lebensmittelbranche so heiß diskutiert, wie die Einführung der vegan-vegetarischen Produktlinie der Rügenwalder Mühle. Jubel auf der einen Seite, scharfe Kritik auf der anderen. Grund genug für mich, mir die Sache mal vor Ort anzusehen.

Zwei Uhr Morgens irgendwo in einem Hotel in Oldenburg. Ich mache mich mit dem Filmteam von ARTE auf den Weg nach Bad Zwischenahn zur Produktionshalle der Rügenwalder Mühle. Seit etwa 170 Jahren produziert das Unternehmen Wurst und Schinken aus Fleisch. Geschäftsführer Christian Rauffus lässt in Interviews allerdings immer wieder durchblicken, dass er dem vegetarischen Markt sehr aufgeschlossen ist. Von ihm stammt der viel zitierte Satz , „die Wurst ist die Zigarette der Zukunft“.

Einführung der vegan-vegetarischen Produkte

Seit etwa 1 ½ Jahren produziert das Unternehmen mit der Unterstützung des VEBU (Vegetarierbund Deutschland) auch vegetarische und vegane Produkte. Die mediale Aufmerksamkeit war groß und plötzlich wurde das Thema vegetarisch-vegane Ernährung auch von Menschen wahrgenommen und diskutiert, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Das positive Feedback der Verbraucher*innen war laut Pressesprecherin Gabriele Soballa gewaltig. Aber auch kritische Stimmen wurden laut. In erster Linie aus den Reihen der Vegetarier*innen und Veganer*innen. Dazu später mehr.

Hygiene wird sehr ernst genommen

An der Halle angekommen, bekommen wir von der Pförtnerin direkt blaue Overalls und Haarnetze in die Hand gedrückt. Hygiene wird hier sehr ernst genommen. Schmuck muss abgelegt und Piercings abgeklebt werden damit später nichts verloren geht und in der Verpackung einer Verbraucher*in landet.

Kaum ein Unterschied in der Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten

Nachdem wir durch die Hygieneschleuse gegangen sind, starten wir mit dem Veggie-Produktionsbereich. Dabei werde ich von Pressesprecherin Soballa begleitet, die immer wieder betont, dass sich die Produktion von Fleisch- und Veggieprodukten eigentlich gar nicht groß unterscheidet, lediglich die Zutaten sind unterschiedlich. Für mich die Bestätigung, dass es ein leichtes für die Lebensmittelindustrie wäre, noch heute auf eine ethisch und ökologisch freundlichere Produktion umzustellen. Das technische Know-How ist offensichtlich vorhanden.

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Ein Produktionsarbeiter wird vom ARTE-Filmteam während der Arbeit im Veggie-Bereich gefilmt

Fakten sprechen für pflanzliche Rohstoffe

Und warum sollten Wurst, Schnitzel, Hack & Co. in Zukunft nicht aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden? Die harten Fakten sprechen eindeutig dafür. Schon jetzt kann unser Fleischkonsum nur auf Kosten anderer ermöglicht werden. Auf Kosten der Tiere, die in der Massentierhaltung unter erbärmlichen Bedingungen vor sich hin vegetieren und dann qualvoll getötet werden. Und auf Kosten der Menschen in den Ländern des globalen Südens, die unter der Plünderung ihrer Ressourcen leiden. Das auch als Land Grabbing bezeichnete Vorgehen für den Anbau von Futtermitteln sichert vorerst den Status quo in den Industrienationen, die weltweite Hungerproblematik nimmt jedoch weiter zu. Das alles nur wegen unserem exzessiven Fleischkonsum.

Wurst funktioniert auch ohne Fleisch

Das hat auch Marketingchef Godo Röben erkannt, den ich später noch kennen lernen werde. In einem Interview mit der ZEIT sagt er, „wenn alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir, können wir fünf Milliarden Menschen ernähren. Wenn sich die Menschen vegetarisch ernähren würden, könnten wir zwölf Milliarden Menschen ernähren.“ Er ist davon überzeugt, dass Wurst auch ohne Fleisch funktioniert und – bedenkt man die Entwicklung der Weltbevölkerung – auch funktionieren muss.

Ziel ist es, mehr vegane Produkte herzustellen

Inzwischen sind wir bei der Produktionsmaschine für die vegetarischen Schinken Spicker angekommen, welche auf der Basis von Eiklar und Rapsöl hergestellt werden. Soballa erzählt mir, dass Rügenwalder inzwischen 18 vegetarische und 2 vegane Produkte anbietet. Da hake ich direkt mal nach. Warum nicht mehr vegane Produkte? „Der Geschmack ist unser wichtigstes Kriterium“, sagt Soballa. „Aktuell können wir den gewünschten Geschmack und die entsprechende Konsistenz nur mit der Verwendung von Eiern erreichen. Daher sind viele Produkte vegetarisch. Allerdings ist es unser Ziel mehr vegane Produkte herzustellen und das wird passieren, sobald wir die passende Alternative dafür gefunden haben.“ Das freut mich sehr, ist doch die Verwendung von Eiern einer der größten Kritikpunkte an den Produkten der Rügenwalder Mühle.

Ethisch gibt es keinen Unterschied zwischen Fleisch und Eiern

Ethisch betrachtet macht die Verwendung von Fleisch oder Eiern keinen Unterschied. Für beides müssen Tiere leiden und sterben. Doch was viele Veganer*innen bei dieser Kritik scheinbar vergessen ist, dass sie bevor sie selbst vegan wurden sich auch vegetarisch ernährt haben, also auch Milch und Eier konsumiert haben. Es ist für unser kulturelles Moralverständnis eben doch ein Unterschied ob man Fleisch oder Eier isst. Es ist ein erster Schritt in die pflanzliche Lebensweise und jemand der sich vom Fleisch abwendet und sich für den Vegetarismus entscheidet, der wird viel einfacher für die vegane Idee zu sensibilisieren sein.

Ersatzprodukte sind Einstieg in eine vegane Lebensweise

Ich sehe diese Kritik daher zwar als durchaus berechtigt an, aber nicht als weit genug gedacht. Kaum jemand wird als Veganer*in geboren und die meisten führt der Weg über die vegetarische Lebensweise. So war es auch bei mir. Es ist ein Prozess den man durchlebt, das geht in der Regel nicht von heute auf morgen. Zudem landen die meisten vegetarischen und veganen Ersatzprodukte bei langjährigen Vegetarier*innen und Veganer*innen meist gar nicht regelmäßig auf dem Teller. Sie sind „Einstiegshilfen“ in der Phase der Umgewöhnung. Die Kritik ist an dieser Stelle richtig um den Prozess in eine vegane Richtung zu lenken, ich finde man sollte die Umstellung aber dennoch anerkennen und das Positive darin sehen.

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

John Kantara und ich während der Dreharbeiten für den ARTE-Dokumentarfilm über vegane Ersatzprodukte

Konfrontation mit den Fleischprodukten

Nachdem wir die Produktion des veganen Hacks begutachtet haben, gehen wir in den Bereich, in dem das Fleisch verarbeitet wird. Seitdem ich vegan lebe versuche ich im Supermarkt immer so schnell wie möglich an der Fleischtheke vorbei zu gehen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, obwohl ich solche Bilder durchaus kenne, da meine Großeltern damals selbst geschlachtet haben. Eigentlich sieht es hier genauso aus wie in der Veggie-Produktion, der Geruch ist aber ein ganz anderer.

Es ist noch viel zu tun

Während ich dem Produktionsarbeiter dabei zusehe, wie er mit einer großen silbernen Gabel das Hackfleisch von einer Rutsche in einen viereckigen Metallbehälter schiebt, merke ich, dass mir das Ganze doch sehr nahe geht. Fleisch gehört einfach nicht mehr in meine Welt. Ich bin froh als wir die Halle wieder verlassen. Dennoch ist es wichtig, sich hin und wieder mit der Realität zu konfrontieren. Auch wenn wir Tier- und Umweltschützer*innen erste Etappensiege verzeichnen können und die Gesellschaft immer offener gegenüber diesem Thema wird, ist noch viel zu tun.

Aufschwung des Veggietrends

„Zu Beginn wurden wir für unsere Veggieprodukte von der Branche belächelt. Jetzt machen wir 20 % unseres Umsatzes damit und unsere Kunden sind begeistert“, sagt Soballa mit einem Lächeln im Gesicht. Durch Rügenwalder hat der Veggietrend sicherlich weiteren Aufschwung bekommen. Immer mehr fleischverarbeitende Unternehmen entdecken die pflanzlichen Alternativen für sich und bieten vegetarische und vegane Produkte an. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen der Einstieg in ein fleischfreies Leben erleichtert werden kann ohne dass ein Gefühl von Verzicht aufkommt. Doch auch hier gibt es kritische Stimmen.

Verdrängung der kleinen Unternehmen

Die großen Fleischkonzerne verdrängen die kleinen veganen, biozertifizierten Unternehmen aus den Supermarktregalen, welche die Veggieprodukte etabliert haben, so der Vorwurf. Ich halte diese Kritik für berechtigt. Dennoch ist die Entwicklung die sich hier abzeichnet ein gutes Zeichen. Rosalie Wolff, Firmengründerin von Veggyfriends sagte gegenüber der taz: „Ich wehre mich gegen die Opferrolle, wir müssen einfach noch innovativer und besser werden und dürfen uns nicht einschüchtern lassen.“ Diese Einstellung gefällt mir. Zudem denke ich, dass die Zielgruppe von Rügenwalder und veganen Unternehmen wie Veggyfriends sich durchaus unterscheiden.

Der Film ist im Kasten

Die Besichtigung der Produktionshalle liegt nun hinter uns und wir dürfen die blauen Overalls und Haarnetze ablegen. Wir verlassen die Halle um uns die „echte“ Rügenwalder Mühle anzuschauen. Das Unternehmen wandelte die fiktive Mühle aus der Werbung im Jahr 2012 in ein echtes Gebäude um. Mitten in einer kleinen, grünen Parkanlage steht die Mühle die vom ARTE-Filmteam für die spätere Dokumentation noch mit einer Drohne umflogen wird. Gegen Mittag ist alles im Kasten. Wir verabschieden uns und machen uns wieder auf den Weg nach Oldenburg, wo unser Zug in die Heimat auf uns wartet.

Mein persönliches Fazit

Was ist das Fazit meines Besuchs? Wenn man mir vor einigen Jahren erzählt hätte, dass Unternehmen der Fleischindustrie im Jahr 2016 vollen Kurs auf eine vegetarisch-vegane Produktion nehmen, ich hätte es für eine schöne Utopie gehalten. Aber das ist es nicht und diese Marktmacht muss genutzt werden. So können völlig neue Zielgruppen für die vegane Idee sensibilisiert werden. Die Kritiken sind berechtigt und wichtig. Es muss immer eine Opposition geben, nur so ist eine gesamtgesellschaftliche Verbesserung möglich. Durch Kritiker werden Unternehmen in die Pflicht genommen ihre Produkte und ihr Handeln stets zu überdenken und zu optimieren.

Damit will ich sagen, dass ich den Kurs von Rügenwalder sehr lobenswert finde, die Kritiker aber gern weiter kritisch sein dürfen, denn das ist wichtig. Ich habe ein Unternehmen gesehen, dass es wirklich ernst meint und mit seinem professionellen Know-How die vegetarisch-vegane Idee noch weiter in die Mitte der Gesellschaft tragen kann. Und deshalb lautet mein Fazit: Weiter so!

Anmerkung: Die Ausstrahlung des ARTE-Films wird voraussichtlich November 2016 sein.

Europas erstes veganes Hotel im Test

Mai 12, 2016 - 8:21 am No Comments

veganes Hotel Swiss

Back in Germany! Zwei wunderschöne aber auch anstrengende Tage in der Schweiz liegen hinter. Ich bin nämlich unter die Hoteltester gegangen 😉

Dabei durfte ich nicht irgendein Hotel testen, sondern das erste vegane Hotel Europas: Hotel Swiss in Kreuzlingen am Bodensee.

Vegan im Urlaub bedeutete früher, sich komplett selbst zu verpflegen. In Kreuzlingen können allerdings auch Veganer*innen ihre Seele baumeln lassen. Nicht nur das Essen von Spitzenkoch Raphael Lüthy ist hier vegan. Von der Zimmerausstattung bis hin zu den Kosmetikprodukten ist hier alles ohne tierische Inhaltsstoffe. Im Restaurantbereich hängen außerdem Gemälde berühmter Veganer/Vegetarier wie Albert Einstein oder Mahatma Ghandi.

Auf den Bildern oben seht ihr unter anderem, wie ich das leckere Frühstücksbuffet teste. Begleitet wurde ich dabei von einem Filmteam von Arte (die Ausstrahlung gebe ich hier bekannt). Und der grüne Drink rechts unten ist ein frisch gepresster Saft aus Birne, Apfel, Sellerie und selbstgezüchtetem Weizengras, den uns Raphael zubereitet hat. Wie ihr seht, habe ich es mir so richtig gut gehen lassen 🙂

Mein Fazit? Ein rundes Konzept bei dem nicht nur Veganer*innen auf ihre Kosten kommen. Leckeres veganes Essen, eine gemütliche Atmosphäre und ein wirklich nettes Personal erwarten euch im Hotel Swiss. Sehr empfehlenswert!

Stylish und nachhaltig in den Frühling

April 7, 2016 - 10:06 am No Comments

Vegane Schuhe Esprit

Vor etwa einem Jahr brachte die Modemarke Esprit eine „PETA-Approved Vegan“ Schuh-Kollektion heraus, die das Herz von Veganer*innen und Fans nachhaltiger Mode höher schlagen ließ. Nun legt das Unternehmen nach.

Esprit setzt erneut Zeichen für Nachhaltigkeit

Die Frühjahrs-Kollektion hat modische Ballerinas und Sneaker zu bieten, die lederfrei sind und auch sonst keinerlei Komponenten tierischen Ursprungs enthalten. Damit setzt Esprit auch in diesem Jahr ein Zeichen für Ethik und Nachhaltigkeit.

Sneaker und Ballerinas aus umweltfreundlichem Kunstleder

„Die von PETA als vegan bestätigten Sneaker der Esprit-Kollektion sind aus umweltfreundlichem Kunstleder und hochqualitativem Canvas hergestellt. Sie zeigen ganz deutlich, wie einfach es ist, einen modernen Look zu schaffen, für den kein Tier leiden musste“, so Frank Schmid, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Esprit setzt damit ein wundervolles und ethisches Zeichen für Nachhaltigkeit, an dem sich Modeketten und Einzelhändler weltweit orientieren können.“

Sportlich-Elegante Schuhe

Der Stil der neuen Kollektion kann als sportlich-elegant beschrieben werden. Dezente Farben, schlichtes Design, die Schuhe treffen meinen Geschmack. Vor allem die Riemchenballerina haben es mir angetan… Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, denn die immer größer werdende Auswahl tierfreier Mode zeigt: Vegan ist mehr als nur ein Trend! Weiter so Esprit!

BioFach Nürnberg – die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel steht ganz im Zeichen von vegan

Februar 14, 2016 - 8:05 am No Comments

Biofach Vegan Köche

Vom 10. bis 13. Februar war Nürnberg wieder der Place To Be für alle, die an einer nachhaltigen, ökologischen Lebensweise interessiert sind. Über 2.500 Aussteller präsentierten auf der BioFach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, ihre Produktneuheiten. Gemeinsam mit dem Team vom VEBU (Vegetarierbund Deutschland) war ich vor Ort und habe die „Erlebniswelt Vegan“ ein bisschen aufgemischt.

Auf der BioFach gibt es verschiedene Themenwelten, unter anderem auch die „Erlebniswelt Vegan“, die vom VEBU organisiert wurde. Allerdings empfand ich die gesamte Messe als eine vegane Erlebniswelt. In jeder Halle gab es vegane Leckereien zu kosten und Neuheiten zu entdecken. Das Interesse an der veganen Lebensweise war allgemein sehr groß. Überall konnte man die 5 „magischen“ Buchstaben lesen 😉 VEGAN wohin das Auge reicht.

Meine persönlichen Produktfavoriten unter den Neuheiten waren der vegane Quark von Provamel, der vegane Frozen Yoghurt von Lycka und die veganen To-Go Sandwiches von Trenkle Foods. Ich kam aus dem Schlemmen gar nicht mehr heraus. Aber ich habe natürlich nicht nur gegessen, es wurde auch gekocht! Bei meinen Kochshows auf der „Erlebniswelt Vegan“ habe ich zum einen zwei Rezepte aus meinem kommenden Backbuch zum Besten gegeben (VÖ diesen Sommer 😉 ) und zum anderen zwei leckere Frühstücksgerichte unter dem Thema „vollwertig und vegan Frühstücken“ präsentiert.

Sophia Hoffmann und Anna-Lena Klapp Kochshow

Außerdem habe ich spontan der Berliner Vegan-Köchin Sophia Hoffmann bei ihrer Kochshow assistiert und eine Menge Spaß mit meinem lieben Freund und veganen Ernährungsberater Niko Rittenau gehabt. Es waren also zwei absolut großartige Tage für mich. Leider konnte ich nicht länger bleiben, da noch ein paar Prüfungen meines Masterstudiums anstehen und das heißt für mich lernen, lernen, lernen… buhuu.

Mein Messehighlight war übrigens das Interview mit der netten Moderatorin vom BR, bei dem ich ganze drei Minuten lang über die Vorteile einer nachhaltigen, veganen Ernährung erzählen durfte. Den Beitrag vom 12.02.16  könnt ihr euch in der Mediathek des BR anschauen.

Biofach Interview Anna-Lena Klapp

An dieser Stelle solltet ihr euren Terminkalender zücken, denn die Messeauftritte gehen schon Ende des Monats weiter! Am 28.02 halte ich auf der VeggieWorld Rhein-Main einen Vortrag zum Thema „Geschlechterrollen im kulinarischen Kontext“ und am 13.03 bin ich mit meinem Vortrag über nachhaltige, vegane Ernährung für Geringverdiener in Hamburg dabei. Also Save the Date 🙂

The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka! – Buchrezension und Gewinnspiel

Januar 8, 2016 - 9:01 am No Comments

The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka! – Buchrezension und Gewinnspiel

Die Kochbuchreihe „The Lotus and the Artichoke“ hat Zuwachs bekommen! Das neuste Werk vom sympathischen Weltenbummler Justin P. Moore nimmt uns mit nach Sri Lanka, dem Inselstaat am Südzipfel Indiens. Euch erwarten Rezepte aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes mit ungewöhnlichen Gewürzkompositionen und exotischen Zutaten.

Viele Menschen ernähren sich hier aus religiösen Gründen vegetarisch, weshalb die Küche Sri Lankas als wahres Paradies für Vegetarier und Veganer gilt. „Mit diesem Kochbuch teile ich meine kulinarischen Abenteuer, Einsichten und Erinnerungen an eine Insel mit wunderbaren Bewohnern und einer großartigen Küche, das mein Herz erobert und meine Sinne verzaubert hat“. Mit diesem Satz leitet Justin seine Sammlung von über 70 veganen Rezepten ein.

Zunächst berichtet er über seine Abenteuer in Sri Lanka und stellt anschließend die Grundzutaten seiner Rezepte vor. Die Rezeptseiten beginnen mit dem Kapitel „Salate und Chutneys“. Hier erwartet uns unter anderem der Möhre-Kokos-Rettich-Salat oder ein süß-würziges Zwiebel-Tomaten-Chutney. Weiter geht es mit „Short eats & Beilagen“. Hier laden die Rezepte für Kokos-Reis-Crêpes, knusprig-herzhafte Linsensnacks und herzhafte Linsendonuts zum Nachmachen ein. Es folgt das Kapitel „Hauptgerichte & Chutneys“. Hier finden sich die Klassiker der indischen Küche wie Dal Curry oder auch Weißkohl-Kokoscurry. Das Buch endet mit dem Kapitel „Sweets“. Ein leckerer traditioneller Kokospudding, Lados oder süßes Grieß-Konfekt warten an dieser Stelle darauf ausprobiert zu werden.

In seinen Rezepten verwendet Justin Zutaten, die in den meisten Supermärkten und Bioläden erhältlich sind. Alles Weitere kann beim Besuch im örtlichen Asiamarkt erworben werden. Die Zubereitung der Gerichte wird Schritt für Schritt beschrieben, außerdem hat fast jedes Rezept ein Bild, sodass man das Ziel stets vor Augen hat. Ich persönlich finde die Aufmachung der „The Lotus and the Artichoke“-Bücher sehr schön.

Fazit: Auch in seinem aktuellen Buch schafft es Justin, das Fernweh in uns zu wecken und uns die Kultur Sri Lankas durch das Kochen näher zu bringen. The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka! steht daher seinen Vorgängern in nichts nach und ist ein Muss für alle Liebhaber der (veganen) exotischen Küche.

The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka!
Broschiert: 160 Seiten
ISBN-10:3955750469
Preis: EUR 14,00

+++ Gewinne das vegane Kochbuch „The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka!“ +++
Wer das neue Buch von Justin P. Moore gewinnen möchte, kann bis zum 20. Januar am Gewinnspiel auf meiner Facebookseite teilnehmen: zum Gewinnspiel.

Weihnachtsgeschenk mit Herz: Tierpatenschaft vom Deutschen Tierschutzbüro

Dezember 16, 2015 - 7:55 am No Comments
Denise vom Tierschutzbüro kümmert sich um die geretteten Hühner

Denise vom Tierschutzbüro kümmert sich um die geretteten Hühner

Alle Jahre wieder stehen wir vor der Frage, was wir unseren Lieben zu Weihnachten schenken. Persönlich soll es sein und Freude bereiten. Für viele nimmt auch der Nachhaltigkeitsaspekt eine immer größere Rolle ein, daher suchen viele nach einer Alternative zu materiellen Dingen.

Eine symbolische Tierpatenschaft für die geretteten Tiere des Tierschutzbüros erfüllt all diese Aspekte. Mit einer Tierpatenschaft sorgt man nicht nur dafür, dass geschundene Tiere in Freiheit und Sicherheit leben können, man kann die Tiere auch gemeinsam besuchen und so mit seiner Familie und Freunden unvergessliche Momente erleben.

„Bei unseren Tierschutzkontrollen und Recherchen finden wir immer wieder Tiere, die verletzt, krank oder misshandelt worden sind. Wir retten diese Tiere, Tiere, die sonst keine Chance mehr auf ein liebevolles Leben haben“, sagt Denise vom Deutschen Tierschutzbüro. „Dieses Jahr wollen wir uns bei allen neuen Tierpaten bzw. denjenigen, die eine Patenschaft verschenken, bedanken, indem wir ihnen das neue vegane Kochbuch von Stina Spiegelberg schenken“, so Denise weiter.

Das neue vegane Kochbuch von Stina Spiegelberg „Veganpassion“ enthält über 120 leckere vegane und saisonale Rezepte, passend zu jedem Anlass und präsentiert auch viele schöne Ideen für ein leckeres und pflanzliches Weihnachtsmenü. Für ein Geschenk ein Geschenk bekommen – das ist doch ein super Deal, oder? 😉

Eine Tierpatenschaft ist bereits ab 5 Euro im Monat möglich. Ihr könnt den Patenschaftsbeitrag steuerlich geltend machen und jederzeit wieder kündigen, außerdem erhalten alle Tierpaten eine persönliche Urkunde.

Weitere Informationen und die Möglichkeit eine Tierpatenschaft abzuschließen findet ihr auf der Weihnachtsaktionsseite des Tierschutzbüros: www.tier-patenschaft.de/weihnachten

Köstliche Weihnachtsleckereien roh, vegan und glutenfrei – Buchrezension und Gewinnspiel

Dezember 2, 2015 - 10:16 am No Comments

Köstliche Weihnachtsleckereien roh, vegan und glutenfrei

Mit dem Buch „Köstliche Weihnachtsleckereien“ von Britta Diana Petri ist dieses Jahr eine wirkliche Neuheit auf den veganen Büchermarkt gekommen. Getreu dem Motto „(F)rohe Weihnachten“ sind alle Rezepte in diesem Buch roh, vegan und glutenfrei. Wer hier Möhrchen und Salat erwartet hat weit gefehlt. Hier findet man die schönsten Weihnachtsklassiker wie Christstollen, Lebkuchen, Apfelstrudel, Zimtsterne oder Nussplätzchen in einer ganz neuen Zubereitungsweise.

Das Buch beginnt mit einer Einleitung über die Bedeutung der Weihnachtszeit unter dem Blickwinkel der Ruhe, Besinnlichkeit und Nächstenliebe. Es folgt eine Vorstellung der Geräte und Utensilien die für eine roh-vegane und glutenfreie Weihnachtsbäckerei benötigt werden. Anschließend folgt eine sehr anschauliche Gegenüberstellung von herkömmlichen Backzutaten und den roh-veganen Pendants.

Im Kapitel „Basics“ wird die Grundlage für die roh-vegane und glutenfreie Weihnachtsbäckerei gelegt. Die Autorin stellt umfangreich die verschiedenen Zutaten und Grundlagenrezepte vor und schafft damit ein gutes Basiswissen. Weiter geht es mit dem Kapitel „Kuchen und Desserts“ bei dem man unter anderem Rezepte für einen Schoko-Christstollen, ein Früchtebrot oder auch Lebkuchen und Apfelstrudel findet. Das nächste Kapitel „Plätzchen und mehr“ bietet neben beliebten Klassikern wie Vanille-Kipferl und Marmorplätzchen auch Leckereien wie Nuss-Apfel-Zimt Taler oder Zitronen-Ingwer-Plätzchen. Darauf folgt das Kapitel „Schokolade und Konfekt“. Mein persönliches Highlight ist hier das Rezept für roh-vegane Mozartkugeln. Das letzte Kapitel „Knabbereien und Fruchtlederkreationen“ schließt mit Rezepten für Apfel-Zimt-Röllchen oder auch Gemüsechips und Chia-Cracker ab.

Fazit:
Britta Diana Petri setzt in ihrem Buch „Köstliche Weihnachtsleckereien“ die roh-vegane Vitalkost in einer sehr kreativen und geschmackvollen Art und Weise um. Die meisten Zutaten sind in einem gut sortierten Supermarkt oder im Biomarkt erhältlich. Das Buch ist zudem kompakt und handlich. Bereits beim Durchblättern habe ich zahlreiche Seiten entdeckt, bei denen ich mir dachte „das muss ich ausprobieren“ – meiner Meinung nach das beste Gütekriterium für ein Koch- oder Backbuch. Gesundes Naschen ist dank diesem Buch auch in der Weihnachtszeit kein Problem mehr und ich bin der festen Überzeugung, dass man mit Leckereien wie der Carob-Zimt-Torte oder selbstgemachten Mozartkugeln auch seiner Familie und seinen Freunde eine große Freude bereiten kann.

+++ Gewinne das vegane Backbuch „Köstliche Weihnachtsleckereien“ +++

Wer das neue Buch von Britta Diana Petri gewinnen möchte, kann bis zum 13. Dezember am Gewinnspiel auf meiner Facebookseite teilnehmen: zum Gewinnspiel.

Köstliche Weihnachtsleckereien roh, vegan und glutenfrei
Preis: 9,95 €
Taschenbuch: 136 Seiten
ISBN-10: 3843412162

Mann isst Fleisch, Frau ist Fleisch – Doing Gender im kulinarischen Kontext

Oktober 29, 2015 - 10:11 am No Comments
Bildquelle: telegraph.co.uk

Bildquelle: telegraph.co.uk

Die nächste VeggieWorld steht vor der Tür. Vom 7. – 8.11.2015 heißt es dann „Berlin calling!“. Auch dieses Mal bin ich dabei, allerdings nicht mit einer Kochshow sondern einem Vortrag. Es geht um ein Thema, mit dem ich mich in meinem Studium sehr intensiv beschäftigt habe: Doing Gender im kulinarischen Kontext. Was genau soll das heißen?

Der Analyseansatz des Doing Gender fasst das Geschlecht nicht als etwas auf das man hat, sondern als das Ergebnis eigener Handlungen, die sich an kulturellen Definitionen orientieren. Zu einer dieser kulturellen Definitionen gehört das Fleischessen bzw. das Nicht-Fleischessen. Die Lust am Fleisch ist demzufolge viel mehr als eine Frage des Geschmacks. Sie bringt ein symbolisches Herrschaftsverhältnis zum Ausdruck und spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Geschlechterrollen.

In meinem Vortrag zeige ich, was Fleischessen mit der Unterdrückung der Frau zu tun hat und wie die Aufwertung pflanzlicher Kost zu mehr Gleichberechtigung der Geschlechter beitragen kann.

Der Vortrag ist am Samstag den 07.11.2015 um 12 Uhr.

Kurzvita zu meiner Person

Anna-Lena Klapp

Die Ökotrophologin und Gründerin des erfolgreichen Foodblogs Veggietale.de lebt seit 2009 vegan und hat sich ein umfangreiches Wissen über diese Lebensweise und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt angeeignet. Den Forschungsschwerpunkt ihres Studiums setzte sie auf den Zusammenhang zwischen Ernährung und Geschlecht. Sie veröffentlicht regelmäßig redaktionelle Beiträge für den VEBU (Vegetariebund Deutschland) und engagiert sich seit Jahren für Menschen- und Tierrechte. Derzeit absolviert sie den Masterstudiengang Public Health Nutrition und verknüpft damit die Disziplinen der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaften im Kontext von Politik und Soziologie.

+++ Gewinnspiel +++

Weil ich natürlich möchte, dass meine lieben Veggietale-Leser mit dabei sind, könnt ihr auf meiner Facebook-Seite 5×2 Karten für die VeggieWorld Berlin gewinnen. Für das Gewinnspiel hier klicken.

Was: VeggieWorld Berlin
Wann: 7. – 8.11.15
Wo: Station Berlin, Luckenwalder Str. 4-6, 10963 Berlin
Weitere Infos: www.veggieworld.de

Meine Blogger-Kochshow auf der VeggieWorld Düsseldorf

Oktober 7, 2015 - 8:43 am 1 Comment

Nächste Woche öffnet die VeggieWorld Düsseldorf ihre Tore. Die älteste und größte europäische Messe für den veganen Lebensstil präsentiert an diesem Wochenende wieder die neusten Trends der veganen Szene und lädt ein zum gemeinsamen Schlemmen und Genießen. Seit Jahren schon pilgere ich mit meinen Freunden zu den VeggieWorld-Veranstaltungen, futtere mich durch die vielen leckeren Angebote, höre mir die interessanten Vorträge an und treffe jede Menge bekannte Gesichter aus der Veggie-Szene. Deshalb freue ich mich auch wie ein kleines Kind, dass ich dieses Jahr beim Rahmenprogramm selbst dabei bin!

Am Samstag den 17.10 um 15:45 Uhr könnt ihr mich bei meine Blogger-Kochshow „Vegan frühstücken- vollwertig und lecker“ besuchen und erfahren, warum Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Die süßen und herzhaften Gerichte die ich zubereiten werde, sind alltagstauglich und bieten die ideale Grundlage für einen guten Start in den Tag. Als Ökotrophologin werde ich euch dabei natürlich mehr zu den gesunden Inhaltsstoffen verraten und ihr erfahrt wie ihr euren Bedarf von bestimmten Nährstoffen decken könnt. Und weil wir doch alle so gern unser Essen fotografieren und es mit unseren Freunden auf Facebook, Instagram & Co. teilen, gebe ich noch ein paar Tipps, wie man seine Gerichte am besten in Szene setzt. Ihr dürft also gespannt sein!

+++ Gewinnspiel +++

Weil ich natürlich möchte, dass meine lieben Veggietale-Leser mit dabei sind, könnt ihr auf meiner Facebook-Seite 5×2 Karten für die VeggieWorld Düsseldorf gewinnen. Für das Gewinnspiel hier klicken.

Was: VeggieWorld Düsseldorf
Wann: 16. – 18.10.15
Wo: Areal Böhler in den Alten Schmiedehallen in Düsseldorf
Weitere Infos: www.veggieworld.de

Vegan lecker lecker! 2 – Buchvorstellung mit Rezept und Gewinnspiel

August 11, 2015 - 9:05 am No Comments

Vegan lecker lecker! 2 Buchrezension Mit Vegan lecker lecker! 2 ist dieses Jahr der Nachfolger des kleinen grünen Kult-Kochbuchs von compassion media erschienen. Das Buch liefert über 100 neue und abwechslungsreiche Rezepte in alter Do-it-Yourself-Manier.

Denn bei Vegan lecker lecker! werden die veganen Zutaten  nicht einfach durch teure Fertigprodukte ersetzt sondern einfach selbst gemacht. Ein großes Kapitel widmet sich daher der Zubereitung von veganem Käse, Fleischalternativen, Eis oder Schokoriegeln. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einführung für die richtige Küchenausstattung, Empfehlungen für die Zutaten und weitere Tipps und Tricks. Weiter geht es mit den Vorspeisen & Snacks mit Rezepten für Armer Ritter, gebackene Süßkartoffeln oder Börek. Anschließend kommen die Hauptgerichte mit Leckereien wie dem Barbecue Burger, süße Agaven-Dampfnudeln oder Rohes Pad Thai.

Daraufhin kommt der leckere „Süßkram“. Hier findet man unter anderem die Rezepte für eine Tiramisù-Torte, Birnen-Marzipan-Käsekuchen oder Panna Cotta Vulkan mit Himbeer-Lava. Das letzte Kapitel ist das „Mach’s dir selbst“ Kapitel, welches das Buch meiner Meinung nach auszeichnet. Hier findet man die Anleitung für selbstgemachtes Gyros, Cashew-Frischkäse, Facon (aka VegSpeck) oder auch Sahne zum Kochen und Aufschlagen.

Zu fast jedem Rezept ist ein kleines Bild des Gerichts abgebildet, cialis online so dass man das Ziel immer vor Augen hat. Durch die praktische Ringbuchbindung bleibt das Buch aufgeschlagen und so wird das nervige Zufallen der Seiten während des Kochens verhindert. Fazit: Vegan lecker lecker! 2 liefert so wie sein Vorgänger den perfekten Einstieg in die vegane Küche. Das Konzept, ein Buch mit möglichst einfachen Rezepten zu einem günstigen Preis herauszubringen wird erneut auf sympathische Art und Weise umgesetzt. Die Rezepte sind alltagstauglich und das Buch ist praktisch in der Handhabung. Schon allein wegen dem Kapitel „Mach’s dir selbst“ lohnt es sich, dieses Buch in die eigene Kochbuchbibliothek mit aufzunehmen 😉

Vegan lecker lecker! 2 – Alexander Bulk et al.

Seitenzahl: 144

Format: Ringbuch, Softcover

ISBN: 978-3-9816425-2-0

VÖ: 20. März 2015

Preis:  8,90 €

Kostprobe gefällig? Hier findet ihr das Rezept für die Tiramisù-Torte.

Gewinne das Kochbuch Vegan lecker lecker! 2

Gemeinsam mit dem compassion media Verlag verlosen wir ein Exemplar von „Vegan lecker lecker! 2”. Alles was ihr tun müsst, ist ou acheter cialis auf die Veggietale Facebook-Seite zu gehen, Fan der Seite werden, das Gewinnspiel-Bild liken und öffentlich teilen. That’s it! Unter allen Teilnehmern wird dann eine Person ausgelost die von mir kontaktiert wird. Teilnahmeschluss ist der 23. August 2015 Zum Gewinnspiel: Hier klicken